Unterstützung bei Frustessen
Frustessen
Fühlen Sie sich von Frust, Stress oder innerer Leere immer wieder zum Essen gedrängt? Wenn Essen zunehmend zur Beruhigung, Ablenkung oder Kompensation von Gefühlen genutzt wird und Schuldgefühle, körperliches Unwohlsein oder der Wunsch abzunehmen hinzukommen, kann Frustessen zu einem ernstzunehmenden Symptom werden. Entscheidend ist, ob dieses Essverhalten wiederholt auftritt, belastet und sich im Alltag immer schwerer steuern lässt.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was versteht man unter Frustessen?
Frustessen, auch gefühlsbedingtes oder emotionales Essverhalten genannt, beschreibt eine meist unbewusste Reaktion auf intensive Gefühle. Dabei können sowohl negative als auch stark positive Emotionen eine Rolle spielen. Häufig beginnt emotionales Essverhalten mit Heißhungerattacken und einem gesteigerten Appetit auf ungesunde Lebensmittel.
Wichtig ist: Frustessen ist nicht einfach eine Frage von Disziplin. Es kann eine Strategie sein, um Gefühle zu kompensieren, innere Anspannung zu regulieren oder seelische Leere kurzfristig zu überdecken. Für Betroffene kann dadurch ein doppelter Leidensdruck entstehen – durch das Essverhalten selbst und durch dessen körperliche oder seelische Folgen.
Symptome
Wie äußert sich Frustessen?
Frustessen zeigt sich häufig darin, dass Essen nicht mehr nur der körperlichen Sättigung dient, sondern zur kurzfristigen Beruhigung, Ablenkung oder Kompensation eingesetzt wird. Betroffene greifen aus einer Emotion heraus zu Lebensmitteln, oft zu Schokolade, Chips oder anderem sogenannten „Soul Food“.
Typische Anzeichen können sein:
Essen aus Frust, Einsamkeit, innerer Leere oder Stress
heimliches Essen, zum Beispiel der Gang zum Kühlschrank zur Beruhigung
Heißhungerattacken statt normalem körperlichem Hunger
gesteigerter Appetit auf süße, fettige oder ungesunde Lebensmittel
Essen über das Sättigungsgefühl hinaus
körperliches Unwohlsein bis hin zu Übelkeit nach großen Essensmengen
Schuldgefühle, Selbstvorwürfe oder ein geringeres Selbstwertgefühl nach dem Essen
das Verlernen eines natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühls
Gewichtszunahme und der Wunsch abzunehmen
Langfristig kann sich daraus ein negativer Kreislauf entwickeln: Negative Gefühle führen zum Essen, das Essen führt zu körperlichem oder seelischem Unwohlsein, und genau dieses schlechte Gefühl kann später erneut Frustessen auslösen.


Unterstützung bei Frustessen
Haben Sie das Gefühl, Essen als Ventil zu nutzen?
Wenn Sie häufig aus Frust, Stress, Einsamkeit oder innerer Leere essen, sollten Sie dieses Verhalten ernst nehmen. Frustessen kann ein Hinweis darauf sein, dass seelische Belastungen, Konflikte oder eine psychische Grunderkrankung eine Rolle spielen.
Professionelle Unterstützung kann dabei helfen, das eigentliche Problem zu erkennen und geeignete Behandlungsschritte einzuleiten. Besonders wichtig ist eine diagnostische Abklärung, wenn Frustessen mit starkem Leidensdruck, Gewichtszunahme, Schuldgefühlen oder dem Gefühl verbunden ist, das eigene Essverhalten nicht mehr steuern zu können.

Wie entsteht Frustessen?
Ursachen von Frustessen
Frustessen überwinden
Was können Sie bei Frustessen tun?
Ein erster Schritt kann sein, die eigenen Gefühle bewusster wahrzunehmen und zu akzeptieren. Traurigkeit, Frust, Stress oder innere Leere müssen nicht sofort „repariert“ werden. Wenn Essen jedoch regelmäßig zur wichtigsten Strategie im Umgang mit Gefühlen wird, kann es die bestehenden Probleme verstärken.
Wichtig ist, das eigentliche Problem oder eine mögliche Grunderkrankung zu erkennen. Ärztliche und therapeutische Hilfe kann dabei unterstützen, die Ursachen fachlich abzuklären. Eine diagnostische Untersuchung ist besonders wichtig, wenn zusätzlich Gewichtszunahme, starkes Übergewicht oder der Verdacht auf eine psychische Erkrankung wie Depression besteht.
Die alleinige Reduktion der Essensmenge führt bei emotionalem Essen in den seltensten Fällen zum Erfolg. Entscheidend ist, das Essverhalten im Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Gefühlen und Belastungen zu betrachten.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Frustessen kann den bewussten Umgang mit Hunger, Sättigung und eigenen Gefühlen erschweren. Im Alltag können kleine Routinen helfen, emotionale Auslöser besser wahrzunehmen, Stress zu reduzieren und alternative Wege zur Beruhigung oder Entlastung zu finden.
Nehmen Sie Ihre Gefühle bewusst wahr und versuchen Sie, sie zu akzeptieren.
Entwickeln Sie eine gesunde Ernährungsweise, körperliche Aktivität und Strategien zur Stressreduktion.
Versuchen Sie, Hunger und Sättigung wieder bewusster zu spüren.
Suchen Sie Alternativen zum Essen, die Ihnen guttun und Freude bereiten.
Therapiemöglichkeiten
Behandlungsmöglichkeiten bei Frustessen
Bei Frustessen steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, welche seelischen Belastungen, Konflikte oder möglichen Grunderkrankungen hinter dem Essverhalten stehen. Als mögliche Grunderkrankung kommen unter anderem Depressionen infrage. Therapeutische Hilfe sowie eine ärztliche diagnostische Untersuchung sind wichtig. Wenn durch ungesundes Essen Gewicht zugenommen wurde, sollte auch dies ärztlich kontrolliert werden, da Übergewicht mit körperlichen Gesundheitsrisiken verbunden sein kann.

Welche Alternativen zu Frustessen gibt es?
Hilfreich kann es außerdem sein, sich Zeit für das Kochen und Essen zu nehmen. Wenn Zubereitung und Verzehr bewusster erlebt werden, kann Genuss wieder stärker in den Vordergrund treten und die Wahrnehmung von Sättigung erleichtert werden.
Unsere Standorte
Hilfe in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter Frustessen leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

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Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Frustessen ist häufig eine unbewusste Reaktion auf intensive Gefühle. Essen wird dabei genutzt, um innere Anspannung zu regulieren, seelische Leere kurzfristig zu überdecken oder negative Gefühle zu kompensieren. Deshalb reicht es oft nicht aus, nur weniger zu essen.
Frustessen kann durch Einsamkeit, innere Leere, Stress, Frust oder andere intensive Gefühle ausgelöst werden. Auch stark positive Emotionen können eine Rolle spielen. Häufig wird Essen dann zur kurzfristigen Beruhigung, Ablenkung oder Kompensation eingesetzt.
Oft beginnt der Kreislauf mit einem negativen Gefühl. Betroffene greifen dann zu Essen, fühlen sich anschließend körperlich oder seelisch schlechter und entwickeln Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe. Genau dieses schlechte Gefühl kann später erneut Frustessen auslösen.
Emotionales Essverhalten beginnt häufig mit Heißhungerattacken und einem gesteigerten Appetit auf ungesunde Lebensmittel. Besonders bei Stress kann das Verlangen nach süßen und fettreichen Speisen zunehmen.
Stress kann das Essverhalten beeinflussen und das Verlangen nach süßen oder fettreichen Speisen verstärken. Bei Anspannung und Hektik greifen Betroffene häufiger zu Fertiggerichten, Schokoriegeln, Chips oder schnellen Zwischenmahlzeiten statt zu einer ausgewogenen Mahlzeit.







