Unterstützung bei Geräuschempfindlichkeit
Geräuschempfindlichkeit
Sind Sie schon bei normaler Geräuschkulisse gestresst und reagiert Ihr Körper darauf mit Anspannung, Nervosität oder Herzrasen? Geräuschüberempfindlichkeit kann sehr belasten, vor allem wenn es nicht mehr in Einzelfällen, sondern regelmäßig auftritt. Und wenn sogar die Seele ihr Unbehagen deutlich äußert, z.B. durch Unruhe oder Angst sollten diese Symptome von einem Arzt eingeschätzt werden.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition & Einordnung
Was versteht man unter Geräuschempfindlichkeit?
Unter einer Empfindlichkeit gegenüber Geräuschkulissen, auch Hyperakusis genannt, versteht man eine Störung, die sich durch eine Übersensibilität für gewisse Frequenzbereiche von Umgebungsgeräuschen zeigt. Diese werden normalerweise nicht als unangenehm laut empfunden. Leiden Betroffene jedoch unter einer Geräuschüberempfindlichkeit, bewerten sie bereits leise oder mäßige alltägliche Geräusche als unangenehm. Folgen daraus können Symptome wie Herzrasen, innere Unruhe oder starke Angst sein. Begleitet wird eine Hyperakusis häufig auch von einem Tinnitus (unkontrollierbare Ohrgeräusche).
Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.
Symptome
Wie äußert sich Geräuschempfindlichkeit?
Eine Hyperakusis kann sich in Aggressionen, einer erhöhten Reizbarkeit oder auch in empfindlichen und gestressten Nerven äußern. Liegt eine akute Lärmempfindlichkeit vor, sind die Klänge derart vordringlich, dass sie vom Betroffenen nicht ausgeblendet werden können. Zumeist fühlen sich Patienten von dieser Krankheit überrollt. Die hohe Geräuschsensitivität hat enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen, da sie entsprechende Geräusche meiden und sich sozial isolieren. Häufig wird die Überempfindlichkeit hinsichtlich Klängen und Alltagsgeräuschen auch von Angst, Schmerzen oder Panikzuständen begleitet.
Mögliche Anzeichent sind:
erhöhte Reizbarkeit, innere Anspannung oder Aggressionen
das Gefühl, Alltagsgeräusche nicht ausblenden zu können
Angst, Schmerzen oder Panikzustände bei bestimmten Geräuschen
Vermeidung geräuschvoller Situationen
sozialer Rückzug oder zunehmende Isolation
Neben der allgemeinen Hyperakusis gibt es weitere Formen der Geräuschempfindlichkeit. Bei der Misophonie ist nicht die Lautstärke entscheidend, sondern die Art des Geräusches; normale Alltagsgeräusche können als unerträglich empfunden werden. Bei der Phonophobie werden Geräusche mit Angst, Schmerz oder Bedrohung verbunden. Davon abzugrenzen ist die Hypakusis, also eine Schwerhörigkeit, die gemeinsam mit Hyperakusis auftreten kann, aber ein eigenständiges Krankheitsbild ist.


Unterstützung bei Geräuschempfindlichkeit
Reagieren Sie sehr empfindlich auf Geräusche?
Wenn Sie aktuell stark unter Geräuschempfindlichkeit leiden, kann therapeutische Hilfe ein wichtiger erster Schritt sein. In den Libermenta Privatkliniken klären wir gemeinsam, welche Ursachen hinter der Überempflindlichkeit stehen und welche Behandlung für Sie passend sein kann.
Wie entsteht Geräuschempflindlichkeit?
Ursachen von Geräuschempfindlichkeit
Geräuschempfindlichkeit kann verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche körperliche Grundlage liegt in einer Beeinträchtigung des Innenohrs. Dort sind unter anderem Haarzellen und beteiligte Nervenstrukturen dafür verantwortlich, Schallquellen einzuordnen und zwischen leisen und lauten Geräuschen zu unterscheiden. Kommt es zu Störungen, kann das Filtern von Geräuschen beeinträchtigt sein.
Mögliche Anzeichent sind:
Anspannung, Nervosität oder Herzrasen bei Geräuschen
innere Unruhe, Angst oder Panikzustände
erhöhte Reizbarkeit oder Aggressionen
das Gefühl, von Geräuschen überrollt zu werden
Schmerzen oder starkes Unbehagen bei bestimmten Klängen
Vermeidung von Geräuschsituationen und sozialer Rückzug
Die Beschwerden können sich deutlich auf Alltag, Kommunikation und Lebensqualität auswirken. Manche Betroffene meiden Situationen, in denen bestimmte Geräusche auftreten könnten, und geraten dadurch zunehmend in Rückzug oder Isolation.
Laute Lärmereignisse wie eine Explosion oder ein Feuerwerk können ein Knalltrauma im Ohr auslösen, was zu einer Hyperakusis – aber auch zu anderen peripheren Hörstörungen oder Tinnitus – führen kann. Häufig kann der Hyperakusis (ebenso wie der Hypakusis) durch bestimmte Medikamentenwirkstoffe ausgelöst werden. Die Geräuschüberempfindlichkeit hat enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität Betroffener, vor allem auf das Kommunikationsverhalten mit ihrer Umwelt, da Betroffene mit ihrem veränderten Hörvermögen und starken Symptomen für andere Menschen häufig unnatürlich reagieren.

Geräuschempfindlichkeit überwinden
Was kann man gegen Geräuschempfindlichkeit tun?
Grundsätzlich sollten Betroffene für eine beständig leise Geräuschkulisse in ihrem Umfeld sorgen. Das bedeutet, sich vor lautem und schädigendem Lärm zu schützen. Jedoch sollte man sich in gewissem Maße dennoch Geräuschen aussetzen, da ein konsequentes Vermeiden oder die Flucht davor die Empfindlichkeit nur noch weiter verstärkt. Ein Tipp ist, angenehme Musik zu hören, die dem persönlichen Geschmack entspricht. Ein geeignetes Genre kann die klassische Musik sein. Noiser können in Form von Zimmerspringbrunnen, leiser Musik, Naturgeräuschen oder einem Ventilator zum Einsatz kommen und somit als ein leicht vernehmbares, aber nicht störendes Geräusch dienen. Zu den hilfreichen Entspannungsverfahren zählen Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.
Tipps für den Alltag
Unangenehmen Situationen stückweise immer mehr aussetzen, um die Standhaftigkeit dagegen zu trainieren und nicht in den Modus des Ausweichens zu verfallen
Neben Musik ist ein Rauschgenerator eine sinnvolle Ergänzung – mit steuerbarem akustischem Signal hinter dem Ohr wird dabei trainiert, Geräusche weniger störend zu empfinden
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Geräuschempfindlichkeit
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Geräuschempfindlichkeit. Deshalb ist zunächst wichtig, körperliche, neurologische und seelische Einflussfaktoren sorgfältig abzuklären. Wenn seelische Erkrankungen, Angst, Stress oder traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen, kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
In den Libermenta Privatkliniken wird gemeinsam betrachtet, welche Faktoren die Geräuschempfindlichkeit verstärken und welche Behandlungsansätze passend sein können. Dabei geht es darum, die Beschwerden ernst zu nehmen, mögliche Ursachen einzuordnen und einen individuellen therapeutischen Weg zu entwickeln.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Unsere Standorte
Hilfe bei Geräuschempfindlichkeit in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter anhaltender Geräuschempfindlichkeit leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Geräuschempfindlichkeit kann als Hyperakusis auftreten und mit einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Alltagsgeräuschen verbunden sein. Sie ist nicht immer gleich Ausdruck einer schweren Erkrankung, sollte aber ärztlich abgeklärt werden, wenn sie länger anhält, stark belastet oder mit Symptomen wie Angst, Schmerzen, Herzrasen, Tinnitus oder Rückzug einhergeht.
Bei Hyperakusis werden Geräusche häufig aufgrund ihrer Lautstärke oder Intensität als unangenehm erlebt. Bei Misophonie steht eher die Art oder Qualität bestimmter Geräusche im Vordergrund. Schon normale Alltagsgeräusche können dann als unerträglich empfunden werden und starke emotionale Reaktionen auslösen.
Ja, seelische Erkrankungen können mit Geräuschempfindlichkeit verbunden sein. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Panikerkrankungen, seelische Erschöpfung, posttraumatische Belastungsstörungen oder Manien. Auch Angst und Stress können Geräusche als belastender erscheinen lassen.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Geräuschempfindlichkeit länger anhält, plötzlich auftritt, sich verschlimmert oder mit Tinnitus, Hörveränderungen, Schmerzen, Panik, Schwindel oder starkem Rückzug einhergeht. Bei Verdacht auf Hörstörungen sollte ein Facharzt hinzugezogen werden.







