Regenschirm im Regen

Schlechte Laune

Wie 7 Tage Regenwetter

„Hast Du etwa schlechte Laune?”: wenn man das plötzlich häufiger gefragt wird oder man sich selbst schon fragt, ob man denn heute schon wieder mit dem falschen Bein aufgestanden sei, muss das nicht gleich ein Anzeichen für eine psychische Erkrankung sein. Die Gründe für launisches Verhalten sind oft sehr unterschiedlich, hält dieser negative Zustand aber an, sollte man auf Ursachenforschung gehen.  

Was ist
schlechte Laune?

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Schlechte Laune ist umgangssprachlich ein abgeschwächter Begriff für Niedergeschlagenheit, die wiederum ein Symptom einer Depression oder anderer psychischer Beeinträchtigungen sein kann. Ein schlechter Tag kommt natürlich immer mal wieder im Leben jedes Menschen vor. Es gibt aber auch Phasen im Leben, in denen man sich vermehrt den Kopf zerbricht sowie mit Gefühlen konfrontiert wird, die häufig negativ oder mit Sorgen belastet sind. Man ist länger traurig, fühlt sich innerlich leer oder erfreut sich  nicht mehr an Hobbys oder sozialen Kontakten; denn die schlechte Laune gewinnt Oberhand über Kopf und Körper.

Behandlung von schlechter Laune

Auf psychologischer Ebene sollte man auf automatisierte, negative Gedanken, welche die Niedergeschlagenheit meist verstärken, achten. Denn vor allem die unbewussten, automatisierten Gedankengänge wie „Ich werde nie einen Job finden“ oder „Mich findet sowieso keiner attraktiv“ sind häufig einer der hauptsächlichen Gründe, die in eine Depression treiben, die es dann mit entsprechender therapeutischer Behandlung zu überwinden gilt. Auch fehlende Nähe und Zuwendung können Gründe für das Ausbleiben von guter Laune sein. So sollte auf sozialer Ebene bewusst die Nähe zu Familie und Freunden gesucht werden, denn ein starkes soziales Netzwerk ist nicht nur erfreulich, sondern schützt gleichzeitig auch vor Krisen. Um die Stimmung zu heben, sollten Tätigkeiten ausgeübt werden, die weniger Stress für Körper und Seele verursachen. So sollten Aktivitäten wie Sport, Musik hören, Malen oder Gartenarbeiten vermehrt in den Fokus rücken, wenn sich negative Emotionen in den Vordergrund drängen und die gute Laune vertreiben. Auch Tanzen, Singen und Lachen können zu einer guten Stimmung verhelfen. Auch Ansätze wie Lach-Yoga können helfen. In diesem Fall lachen Beteiligte vorerst künstlich. Dies wirkt auf die Psyche und den Körper so ansteckend, dass die meisten Beteiligten aus dieser Situation heraus wahrhaftig „Lachanfälle“ entwickeln und beginnen, sich für eine gewisse Zeit wieder zufriedener und glücklicher fühlen können.


Was können Sie bei schlechter Laune tun?

Ein guter Tipp ist, darauf zu achten, dass die Grundbedürfnisse des Körpers ausreichend erfüllt sind und der Hormonhaushalt im Gleichgewicht ist. Spaziergänge an der frischen Luft füllen den Vitamin-D-Speicher durch das Tageslicht auf und wirken sich positiv auf die Laune aus. Auch Bewegung fördert gute Laune, weil im Gehirn Glückshormone wie Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden. Ganz nebenbei wird hierdurch auch das Stresshormon Cortisol im gesamten Körper vermindert. Nicht zu unterschätzen ist die Wichtigkeit von genügend gutem Schlaf; denn schlechte Laune geht oft mit einem gedankenvollen Kopf, Erschöpfung und ständiger Müdigkeit einher. Ein weiterer Tipp ist es, „einfach“ zu lachen. Das kann alleine sein, geht aber am besten mit Freunden, in dem man sich gemeinsam an einen vergangenen lustigen Moment erinnert.

Tipps für den Alltag

  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, z.B. Spaziergänge bei Tageslicht
  • auf genügend und erholsamen Schlaf achten
  • glückliche Zeiten und Ereignisse ins Gedächtnis rufen
  • sich selbst und den Moment spüren, in dem man sich nur auf sich und seine Atmung konzentriert
  • ein gutes Gespräch führen und zusammen mit Freunden oder auch alleine herzlich lachen

Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

+49 2235 4665 2500

Wie äußert sich schlechte Laune? 

Um eine genaue Abgrenzung vornehmen zu können, ob der Patient lediglich sehr niedergeschlagen oder schon depressiv ist, hilft die Frage nach den Bereichen, in denen der Patient üblicherweise Glücksgefühle und Freude empfindet. Können Fragen hinsichtlich der Empfindung von Freude an Treffen mit Freunden, Hobbys, Freude am Leben oder an anderen lebensbereichernden Momenten bejaht werden, liegt grundsätzlich keine Depression vor. Einen schlechten Tag mit mieser Stimmung zu haben, ist keine Krankheit und stellt auch nur in wenigen Fällen ein Symptom einer Erkrankung dar. Oft ist das Ausbleiben von guter Laune lediglich auf vermehrten Stress und Gefühle der Überforderung zurückzuführen. Schlechte Laune kann teilweise auch einfach nur tagesformabhängig sein.

Halten die Gefühle der Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und inneren Leere länger an oder nehmen an Intensität zu, kann von einer ausgeprägten depressiven Verstimmung ausgegangen werden. Einher geht die depressive Verstimmung mit körperlichen Begleitsymptomen wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schwindel, Schlafstörungen, ungeklärten Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit oder Hautveränderungen. In diesen Fällen sollte unbedingt eine medizinische Abklärung durch einen Facharzt erfolgen. Zudem können auch psychische Symptome (zum Beispiel Angst oder negative Gedanken hinsichtlich des Selbstwertes) im Alltag auftreten. In solchen Situationen können Patienten häufig keine genauen Gründe für die negative Stimmung benennen. Wenn das Ausbleiben von positiven Gefühlen sich auch auf den Körper und den Kontakt mit dem Partner auswirkt, sind schwierige Situationen nahezu vorprogrammiert. Oft fühlen sich Patient (und Partner) nicht mehr gesehen, die Lust auf den anderen bleibt aus oder man hat den Gedanken, die Liebe zum anderen Menschen sei nicht mehr, was sie früher einmal war.

„Erfahren Sie Ruhe und Ausgleich an einem sicheren Ort.“

Priv.-Doz. Dr. Karsten Wolf

Medizinischer Vorstand
Libermenta Kliniken

Ursachen von schlechter Laune

Durchgängig gut gelaunt ist niemand. Die Ursachen für schlechte Stimmung sind dabei vielfältig. Physische wie psychische Faktoren können zu bedrückenden Gedanken führen:

  • Wetter, insbesondere dunkle und kühle Tage
  • Sonnenstunden und Lichtverhältnisse, Vitamin-D-Mangel in Wintermonaten
  • den ganzen Tag anhaltende Müdigkeit
  • schlechte Ernährungsgewohnheiten
  • Bewegungsmangel des Körpers
  • dauerhafter Stress für den Kopf
  • Über- oder Unterforderung
  • negative Gedanken
  • unangenehme Ereignisse und Gegenschläge
  • (Vor-)Erkrankungen

Viele Menschen geben an, dass das Wetter ihnen aufs Gemüt schlägt. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten ist das der Fall, in denen mangelnder Lichteinfall die positive Stimmung auf hormoneller Ebene vertreiben kann und negativ empfundene Dinge in den Vordergrund rücken. Auch negative Erinnerungen an schmerzhafte Ereignisse, etwa der Verlust eines geliebten Menschen, eine erlebte Kränkung, Scham, Ausgrenzung oder Unzufriedenheit können dazu führen, dass der Betroffene schlecht gelaunt ist beziehungsweise wird. Fühlt er sich unzufrieden mit seiner eigenen Lebenssituation (zum Beispiel hinsichtlich seiner Arbeit oder seiner privaten Verhältnisse), kann dies zur miesen Laune beitragen. Auch schwierige Ereignisse, die auf der gesamten Welt passieren, bedrücken einige überdurchschnittlich einfühlsame Menschen häufig. So kann ein trauriges Geschehen, wie etwa eine Umweltkatastrophe oder ein Attentat in einem anderen Land, bei diesem Personenkreis ebenfalls schnell zu schlechter Laune führen, da sie den Weltschmerz verstärkt wahrnehmen. Einen sehr starken Einfluss auf den Gemütszustand haben auch vorhandene Vorerkrankungen. Wer kennt es nicht, man hat Schmerzen oder fühlt sich durch einen grippalen Infekt kränklich und fühlt sich nicht so wohl in seinem Körper, wie üblich. Dies schlägt sich direkt auf die Stimmung nieder. Nicht selten sind es auch sogenannte psychosomatische (Vor-)Erkrankungen, die sich langfristig negativ auf das Gemüt auswirken können. So gehören etwa schmerzbedingte, aber auch viele weitere Krankheiten oder Zustände des Körpers zu den Dingen, die die gute Stimmung schnell untergehen lassen. Aber auch seelisches Leid, etwa Angstzustände oder andere psychische Erkrankungen, können für miese Stimmung und andere negative Gefühle sorgen.


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