Frau auf Brücke sitzt traurig und zusammengekauert an der Brüstung

Selbstmord­gedanken?!

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Was sind Selbst­mordgedanken?

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Haben Sie Selbstmordgedanken? Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die folgende Nummer: 02235 4665 0. Unter dieser Nummer stehen Ihnen rund um die Uhr Berater zur Verfügung, die Ihnen einen Ausweg aus einer schwierigen Situation aufzeigen können.

Als Suizid (lat.: „Selbsttötung“) werden selbst ausgeführte Handlungen bezeichnet, die zur Beendigung des eigenen Lebens führen. Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens Suizidgedanken. Solche Gedanken an den Tod können einen selbst, aber auch nahestehende Personen erschrecken oder verwirren. Gedankenkonstrukte über Suizid können offen kommuniziert werden oder durch gewisse daraufhin deutende Äußerungen oder Handlungen der betroffenen Personen zum Vorschein kommen. Suizidgedanken sind Symptome einer Krankheit. Daher ist es essenziell, dass Personen, die sich in einer suizidalen Krise befinden, umgehend Hilfe suchen. In unserer Klinik bieten wir diese Hilfe bei starken seelischen Schmerzen an.

Behandlung bei Suizidgedanken

Studien haben ergeben, dass etwa 80 % aller in Deutschland lebenden Bürger bereits mindestens einmal in ihrem Leben über Selbstmordgedanken nachgedacht haben. Die Ausführung von Suiziden ist hingegen eher selten; jedoch führen doppelt so viele Frauen wie Männer Suizidversuche aus. Welcher seelischer Schmerz diese Personen in den fälschlicherweise einzig scheinenden Ausweg drängt, ist von Person zu Person verschieden. Meist ist jedoch eine langwierige Kombination aus biopsychosozialen Faktoren (wie: Bio – Vererbung / Psycho – Vorerkrankungen / Sozial – Mobbingerfahrungen) ausschlaggebend für den Wunsch nach ewiger Ruhe.

Um die individuellen Themen zu explorieren, stehen im Zentrum einer facettenreichen Behandlung psychotherapeutische Verfahren mit modernen präsenztherapeutischen Ansätzen. Sie zielen darauf ab, depressiven Menschen durch eine Verbesserung der Symptomatik, der Alltagserhellung und einer Steigerung der Lebensfreude entgegenzuwirken. Während der Behandlung erfahren betroffene, suizidgefährdete Menschen, auf welchen Ursachen ihre Erkrankung basiert und was es in ihrem konkreten Fall bedarf, um sich von ihrem Seelen-Schmerz zu befreien. Zudem sind die positiven und heilenden Effekte professioneller und individueller Sporttherapie in Kombination mit Körperpsychotherapie, Naturtherapie und Ernährungstherapie empirisch nachgewiesen. Ein körper- und naturbezogener Ansatz gilt als Prävention für zahlreiche körperliche und seelische Erkrankungen und leistet einen positiven Beitrag zum Genesungsprozess von unter anderem schizophrenen Psychosen. Sofern der Patient einer Pharmakotherapie offen gegenübersteht, gilt diese Behandlungsmethode als effektives Heilverfahren in psychiatrischen Kliniken. Mögliche eingesetzte Medikamente werden individuell mit dem Patienten abgestimmt und häufig als hilfreich erfahren.


Was tun, wenn man Suizidgedanken oder suizidales Handeln vermutet?

Für Betroffene ist das Thema Suizid mit verschiedenen Gedanken verbunden, doch lassen sie alle Gefühle der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung erkennen. Auch der Wunsch, sich das Leben nehmen zu wollen, prägt die Gedankenwelt. In einer solchen aufwühlenden Phase sollten Betroffene nicht allein bleiben. Sie tun gut daran, wenigstens einmal mit jemandem über ihre Gedanken und Gefühle an und über den Tod zu sprechen. Möglichkeiten sind nahestehende Personen oder professionelle Hilfe, wie beispielsweise eine Krisenhotline oder der Not- und Krisendienst in der Umgebung. Wichtig ist, sich mit seinem Seelen-Schmerz anderen anzuvertrauen und auch Ängste zu teilen. Eine vertrauensvolle Person können ein guter Freund, die Familie oder professionelle Helfer sein. Werden bereits konkrete Gedanken oder Absichten an den Selbstmord gehegt, sollte schnellstmöglich professionelle fachärztliche Hilfe angenommen werden. Bei einer akuten Suizidalität ist eine Zwangseinweisung in eine Klinik denkbar.

Tipps für den Alltag

  • Aktivitäten und Aufgaben, die ablenken und ein gutes Gefühl bewirken, z.B. viel Bewegung, Zeit in der Natur sowie mit Freunden und Familie verbringen
  • ausreichend und erholsamer Schlaf, z.B. durch Entspannungsübungen verbessern
  • mit der Familie, Freunden oder einer professionellen Ansprechstelle (z.B. Notrufnummer) sprechen

Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

+49 2235 4665 2500

Wie äußern sich Selbstmord­gedanken?

Bei suizidalen Menschen, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, kann der Entschluss zur Selbsttötung sehr spontan gefasst werden. Andere wiederum planen ihre Selbsttötung wochenlang alleine. Warnzeichen, dass sich der Leidende möglicherweise das Leben nehmen will, sind vielfältig. Droht die suizidgefährdete Person zum Beispiel ihren Selbstmord an, kann dies ein alarmierendes Zeichen für einen tatsächlich geplanten Suizidversuch sein. Es ist eine falsche Vorstellung, dass Menschen, die in einem offenen Gespräch über ihre Gedanken an und über den Tod sprechen, dies auch zeitnah in die Tat umzusetzen versuchen. 

Macht sich die Hoffnungslosigkeit in Äußerungen wie „es hat ja doch alles keinen Sinn mehr“ oder „irgendwann muss auch mal Schluss sein“ bemerkbar, kann dies ein weiteres Warnsignal für zukünftige suizidale Handlungen sein. Auch wenn der Betroffene plötzlich anfängt, seine Angelegenheiten zu ordnen, er sich verabschiedet, ein Testament aufsetzt, oder er ihm wichtige Wertgegenstände verschenkt, kann dies ein alarmierendes Signal für einen möglichen, nahenden Suizid sein. Ist der Betroffene fest zum Suizid entschlossen, wirkt er meist ruhiger, gefestigter und weniger verzweifelt als davor. Dadurch kommen Angehörige und andere Personen oft zu dem trügerischen Schluss zu wissen, dass es endlich bergauf geht. Sind Menschen in ihrem Leben über einen längeren Zeitraum hinweg Situationen mit einem hohen Leidensdruck ausgesetzt, durchleben sie eine akute Krise oder widerfährt ihnen eine traumatische Erfahrung, kann das Gefühl aufkommen, diesen erschöpfenden Zustand beenden zu wollen. Wie sich jedoch aus Gesprächen mit betroffenen Personen ergeben hat, haben diese Personen nicht primär den Wunsch zu sterben, sondern sehen vielmehr keinen anderen Ausweg, um Ruhe und Frieden zu erfahren. Solche Überlegungen können auch Entlastungscharakter haben, da sie zum Ausdruck bringen, dass die derzeitige Situation für einen selbst oder einen geliebten Menschen nicht mehr aushaltbar ist.

„Lebensüberdruss ist oft ein Symptom der Depression. Sprechen Sie uns an!“

Dr. med. Michael Bornheim

Klinikdirektor und Chefarzt
Libermenta Klinik Schloss Gracht

Ursachen – woher kommen Suizid­gedanken?

Suizidabsichten sind ein komplexes und emotionales Thema. Nicht nur genetische Ursachen, die persönliche Entwicklung eines Menschen, das soziale Umfeld oder belastende Lebensereignisse sind relevant, sondern auch psychische Grunderkrankungen.

Psychische Grunderkrankungen

Häufiger Auslöser für Selbstmordgedanken sind psychische Erkrankungen, am häufigsten jedoch ist es eine Depression. Zudem erhöhen eine Schizophrenie oder eine Suchterkrankung ebenfalls das Suizidrisiko. Suizidgedanken sind ein häufig auftretendes Symptom bei Depressionen, womit sie diese Erkrankung zu einer lebensbedrohlichen Krankheit machen. Menschen, die an einer Depression erkranken, erleben nicht nur großes Leid, sondern verlieren auch jegliche Hoffnung. Sie glauben, dass sie dieser ausweglosen Situation nicht entkommen können. Bei bipolaren Störungen sind es sogenannte Mischzustände, die durch schnell abwechselndes Auftreten depressiver und manischer Phasen das Suizidrisiko steigern können.

Biologische Gründe

Es wird vermutet, dass eine verminderte Produktion des Nervenbotenstoffs Serotonin suizidales Verhalten fördern kann. Es lässt sich bisher feststellen, dass aus noch ungeklärten Gründen, ein niedriger Serotoninspiegel mit der Häufigkeit eines Suizidversuchs in Zusammenhang steht. Ist in Familien bereits ein Suizid aufgetreten, kann von einem erhöhten Risiko ausgegangen werden, weshalb eine genetisch bedingte Veranlagung vermutet wird. Hierbei muss jedoch zusätzlich die Belastung und der Nachahmungseffekt beachtet werden.

Persönliche Entwicklung 

Die Zeitspanne der Entwicklung eines Kindes zum Erwachsenen ist geprägt von hohen Entwicklungsanforderungen, Veränderungen und Krisen. Gelingt es dem Heranwachsenden nicht, sich flexibel an die veränderte Situation anzupassen, stellt dies ein typisches Merkmal für suizidgefährdete Kinder bzw. junge Menschen dar. Insbesondere Jugendliche neigen dazu, impulsiv-aggressiv auf Probleme zu reagieren, oder ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld von anderen Menschen zurück. 


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