Eine Frau legt schützend die gefalteten Hände an ihre Stirn.

Phobien

Ekel, Angst & Einsamkeit

Löst bei Ihnen sogar schon bei der Vorstellung an eine Situation, ein bestimmtes Tier oder an einen speziellen Ort großen Ekel, Angst oder sogar Panik aus? Reagieren Sie gestresst oder im wahrsten Sinne des Wortes psychisch und physisch komplett über? Phobien haben manchmal tief sitzende Ursachen und sollten, vor allem wenn sie Ihre Lebensqualität mindern, nicht toleriert, sondern therapiert werden. 

Behandlung 
von Phobien

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Jeder Mensch empfindet hin und wieder Furcht vor etwas, doch unter einer Phobie zu leiden, übersteigt das Ausmaß gesunder Angst. Die unangemessen starke Angst vor spezifischen Objekten oder Situationen bestimmt den Alltag Betroffener und beeinträchtigt diesen. Die Angstsituation wird meist vermieden oder mit starker Furcht ertragen. Es kann auch eine Angst vor der Angst entstehen, sodass die Situation gar nicht wirklich eintreten muss, um schon Angst zu verspüren. Auch Panikattacken können auftreten (Schwitzen, Herzrasen, Zittern, Luftnot). Vermindert panische Angst oder extremer Ekel vor bestimmten Situationen oder Objekten Ihre Lebensqualität und merken Sie, dass sich dies auf Ihr Wohlbefinden auswirkt? Das Expertenteam der Libermenta Kliniken nimmt sich Ihrer an und bietet Therapiekonzepte für die Behandlung von Phobien an. Von Arachnophobie über Klaustrophobie bis zur Zahnbehandlungsphobie – wir begleiten Sie aus der Angst.

Der Mensch 
im Fokus

Was für den einen ganz selbstverständlich, ist für den anderen vielleicht schon ein riesiges, unüberwindbares Hindernis! Schon die ersten paar Sprossen auf einer Leiter, eine kleine Spinne im Keller oder allein der Gedanke an einen Arztbesuch können beispielsweise für Phobiker bereits zur „Kurzschlussreaktion” führen. Schweißnasse Hände, Herzrasen, Panikattacken, irrationales Denken und Handeln können die Folge sein - die Belastung während oder schon vor Eintreten einer Situation ist oftmals immens. Wir wissen genau, wie schwer es ist, die Kontrolle über sich und über den Moment zu behalten und möchten Ihnen Wege aufzeigen, die Angst vor diesen Ängsten zu lindern.

Wir sind für Sie da

Begegnungen mit Angstauslösern setzen Ihnen seelisch zu? Wir begleiten Sie auf dem Weg aus der Angst und hin zu mehr Lebensfreude.

+49 2235 4665 2500

Mögliche 
Therapieverfahren

Sobald Ihre Lebensqualität unter einer spezifischen Phobie leidet, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Diverse psychotherapeutische Verfahren erzielen in der Behandlung phobischer Störungen nachhaltig positive Effekte. Insbesondere durch die Expositionstherapie kann mittels angeleiteter Konfrontation eine Linderung der Symptomatik erzielt werden. Die Symptome einer phobischen Störung können jedoch auch als Kompromisslösung für andere, unbewusste Konflikte stehen und dahin gehend auch behandelt werden. Bei besonders schwerer Ausprägung einer Phobie kann die kurzfristige Medikamentengabe (Pharmakotherapie) den Therapiebeginn erleichtern - dieses Mittel sollte jedoch nur nach Rücksprache eingesetzt werden. Andere Wege, die starken Anspannungszustände zu lösen, sind die Anwendung diverser Entspannungsverfahren, die Sie selbstständig - auch nach dem Klinikaufenthalt - einsetzen können. 

Was sind
Phobien?

Die spezifische Phobie als seelische Erkrankung zählt zu den Angst- und Panikstörungen. Das Wort Phobie beschreibt die krankhafte Angst vor bestimmten Gegenständen oder Situationen. Dazu gehört eine lange Liste von Phobien. Der Betroffene weiß üblicherweise um seine unbegründet maßlose Angst, kann diese jedoch nicht selbst lindern. 

Symptome und Verhaltensveränderungen

Betroffene können eine ganze Reihe an psychosomatischen Symptomen erleben, sobald sie auf den Trigger (Angstreiz) treffen, der bei ihnen den starken Angst- oder Ekelzustand auslöst. Als Auslöser genügt dabei häufig das alleinige Denken an den Trigger.

Hier eine Liste der typischen psychosomatischen Symptome: 

  • intensives Angstgefühl
  • ausgeprägtes Vermeidungsverhalten
  • Panikattacken
  • Schweißausbrüche
  • Magenbeschwerden / Übelkeit
  • Zittern / weiche Knie
  • Herzrasen
  • Schwindel bis hin zu Ohnmachtsgefühlen
  • Harndrang / Stuhlgang
  • Depersonalisation (das Gefühl, neben sich zu stehen)
  • Derealisation (das Entfremdungsgefühl von der Umwelt)
  • Katastrophengedanken

Die mit der spezifischen Phobie einhergehende Symptomatik wirkt sich direkt und langfristig auf das Verhalten Betroffener aus. Personen mit einer phobischen Erkrankung sind üblicherweise Meister darin, der situativen Angst aus dem Weg zu gehen. So können kurzfristig zwar die oben genannten Symptome verhindert werden, langfristig jedoch trägt genau dieses Vermeidungsverhalten zur Erhaltung und Verschlimmerung des Problems bei.

Kategorisierung phobischer Störungen (Beispiel-Liste)

Phobien lassen sich in vier verschiedene Kategorien einteilen:

  1. Tierphobien:  Arachnophobie bei Spinnen, Ophidiophobie bei Schlangen, Cynophobie bei Hunden, Herpetophobie bei krabbelnden und kriechenden Tieren oder Helminthophobie bei Würmern im eigenen Körper
  2. situationale Phobien (auch vor Gegenständen):  Akrophobie bei Höhen, Agoraphobie bei weiten Plätzen, Reisen oder Menschenansammlungen, Aviophobie beim Fliegen, soziale Phobie bei sozialen Situationen bzw. Interaktionen, Klaustrophobie bei engen Räumen, Coulrophobie bei Clowns, Dentophobie bei Zahnarztangst oder Logophobie beim (freien) Sprechen von Wörter
  3. Naturereignissen:  Lilapsophia bei Tornados oder Xanthophobie bei der Farbe „gelb“
  4. Verletzungsphobien:  Trypanophobie bei Spritzen, Haematophobie bei Blut oder Hypochondrie bei allgemeiner Angst zu erkranken (z. B. spezifische AIDS-Phobie)

Libermenta erleben!

„Wie ein großes Fenster in sich hinein und in die eigene Zukunft”: Das bewusste Erleben des Hier & Jetzt steht in all seinen Facetten im Fokus des Aufenthalts. Ob in den Therapien, beim Essen, beim Wohnen, beim Beisammensein oder bei der Freizeitgestaltung: Wir möchten Ihnen zeigen, dass das (Wieder-)Erleben der Schlüssel dafür sein kann, psychische oder physische Harmonie wiederzufinden. Gehen Sie bei uns auf Entdeckungstour und erleben Sie all die kleinen „i-Tüpfelchen”, schönen neuen Lieblingsplätzchen, besonderen architektonischen Highlights oder einfach das wunderbare „natürliche” Drumherum! Und vor allem, erleben und erfahren Sie die außergewöhnliche, herzliche und kümmernde Art all der Menschen, die Sie bei uns willkommen heißen möchten! 

Wie entstehen Phobien?

Bei der Entstehung einer spezifischen Phobie treffen in der Regel mehrere Faktoren aufeinander. Das Zusammenspiel von genetischen beziehungsweise neurobiologischen Aspekten und die Verarbeitung von Lernerfahrungen können die Entstehung einer Phobie unter Umständen begünstigen. Aus neurobiologischer Sicht lässt sich schlussfolgern, dass bestimmte Menschen anfälliger für die Entwicklung von Ängsten sind als andere. Dies hängt mit den genetisch bedingten, individuellen Fähigkeiten des limbischen sowie autonomen Systems zusammen, die die Informationsverarbeitung von Lernerfahrungen jeglicher Art über die Ausschüttung von Botenstoffen beeinflussen. Demnach wirken manche Situationen oder Objekte intensiver auf Menschen mit einer bestimmten Prädisposition ein.

Solch intensive Lernerfahrungen können – etwa durch das Lernen am Modell (z. B. beobachten anderer ängstlicher Personen) oder auch durch die (klassische) Konditionierung – einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser Eindruck kann sich letztlich in einer phobischen Abneigung gegenüber bestimmten Triggern manifestieren. Zusätzlich kann eine Phobie eine Art Platzhalter im Leben eines Betroffenen darstellen. In der psychodynamischen Psychotherapie wird typischerweise davon ausgegangen, dass sich psychische Störungen im Alltag eines Betroffenen etablieren, wenn dieser eigentlich andere ungelöste Konflikte hat. Das Phobie-Syndrom kann demnach unter Umständen als Symptom eines grundlegenden Problems dienen.


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