Familientherapie
Missverständnisse, Streit, Wut, Enttäuschung – das Dasein in einem Familienverbund bietet zwar oft Halt und Zugehörigkeit, kann aber auch schnell zu Problemen führen, die sich negativ auf die seelische Verfassung auswirken. Unsere Therapeuten sind darauf spezialisiert, nicht nur den Erkrankten selbst zu betrachten, sondern auch das gesamte Umfeld, um so die bestmöglichen Therapieansätze auszuwählen.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist eine Familientherapie?
Die Familientherapie ist eine psychotherapeutische Therapieform, bei der die ganze Familie als soziales System sowie ihre einzelnen Mitglieder im Mittelpunkt stehen. Häufig wird die Familienberatung auch bei Kindern und Jugendlichen angewandt, weil deren Entwicklung stark durch den familiären Kontext geprägt wird. Ziel ist es, den Kontext Familie zu therapieren, um gleichzeitig auch die psychischen Probleme mitzubehandeln. Die Familientherapie bedient sich dabei vorwiegend den Verfahren der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse, um Lösungen für die Schwierigkeiten zu erzeugen. Treten Sie gerne mit unserem Team in Kontakt, um weitere Informationen über Formen der Psychotherapie zu bekommen.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental

Wie lange dauert die Therapie?
Dauer der Familientherapie
Die familientherapeutische Beratung benötigt in der Regel bis zu zehn Sitzungen. Die Sitzungen finden in eher größeren Abständen statt, damit die Familie die gelernten Verhaltensweisen und Lösungsvorschläge in Ruhe umsetzen kann. Daher kommt der Hilfe zur Selbsthilfe eine wichtige Rolle zur Lösung der Schwierigkeiten zu.
Eine therapeutische Behandlung oder auch Familienberatung eignen sich bei psychischen Problemen eines Familienmitglieds oder mehrerer Personen der Familie, die direkt mit der Familie zusammenhängen. Psychische Erkrankungen können aber nicht nur der Auslöser eines ungesunden Familienlebens sein, sondern auch die Folge der Schwierigkeiten.
Wie wird die Therapie durchgeführt?
Durchführung der Familientherapie
In der Familientherapie gibt es bestimmte Werte, die für eine erfolgreiche Therapieform gelebt werden müssen. Das System Familie muss dem Therapeuten vertrauensvoll und offen begegnen, damit er die Familie als Ganzes, ihre einzelnen Mitglieder, deren Beziehungen zueinander sowie ihre Probleme ganzheitlich betrachten kann.
Des Weiteren spielt Kommunikation eine bedeutungsvolle Rolle. In der Therapie wird gelernt, über Kommunikation bestimmte Konflikte aufzudecken, gemeinsam zu analysieren und anzugehen. In den Sitzungen der Familienberatung versucht der Therapeut zunächst, die Situation der Familie zu erfassen. Je nachdem, welche Ziele mit der Therapie verfolgt werden, bedient sich der Familientherapeut verschiedener Methoden für die Durchführung der Sitzungen.
Mögliche Methoden der Familientherapie sind etwa das zirkuläre Fragen, bei dem Familienmitglieder die Situation aus der Perspektive eines anderen Mitglieds betrachten sollen. Mithilfe der Familienskulptur werden die Therapieteilnehmer im Raum positioniert und sollen auf diese Art und Weise ihre Beziehungen zueinander symbolisch darstellen. Ziel der familientherapeutischen Sitzungen ist die Verbesserung der Kommunikation und damit auch die positive Veränderung der Beziehungen innerhalb der Familie.


Vorteile
Chancen und Vorteile der Familientherapie
Ein erkranktes familiäres System kann zur seelischen Belastung werden. Verursacher dafür können einschneidende Lebensereignisse wie Trennungen oder der Tod eines Familienmitglieds sein. Diese Therapieform zielt darauf ab, die Beziehungen der Familienmitglieder positiv zu verändern, Schwierigkeiten zu lösen und neue Sichtweisen für das Zusammenleben zu erlangen. Im Austausch mit dem Familientherapeuten werden Gefühle und Bedürfnisse mitgeteilt, eventuelle Missverständnisse aufgedeckt und unterschiedliche Sichtweisen angehört. In der Familientherapie spielen daher Verständnis, Kommunikation und Empathie eine zentrale Rolle, um Ansätze für Lösungen entwickeln zu können, die für alle Beteiligten ansprechend und realistisch umsetzbar sind.
Für die Teilnahme an der Familientherapie gibt es in der Regel keine Voraussetzungen. Wichtig ist nur, dass jedes Familienmitglied auch die Bereitschaft zeigt, die Therapie mitzumachen und Vertrauen zu dem Familientherapeuten herstellen kann. Auch sollten die Teilnehmer die Fähigkeit zur Selbstreflexion in gewissem Maße mitbringen. Die Erfolgschancen der Familientherapie lassen sich nur bedingt verallgemeinern. Insbesondere bei Systemen, die über Jahre erkrankt sind, benötigen Veränderungen viel Zeit. Anderen Familien jedoch hilft die Therapie, ihre Beziehungen zu verbessern und das Familienleben positiv zu verändern.
Arbeitet die Familie als Ganzes zusammen, können positive Veränderungen schon in kurzer Zeit erreicht werden. Die systemische Sichtweise bringt den Vorteil mit sich, dass Probleme im Kontext betrachtet werden und nicht eine einzelne Person für Konflikte verantwortlich gemacht wird. Des Weiteren geht ein positiver Einfluss von der Rolle des Therapeuten als neutraler Vermittler und außenstehender Person aus, welcher der Familie neue Sichtweisen aufzeigen kann. Durch gezielte Fragen kann er darüber hinaus genau die Probleme herausfinden und Gespräche in bestimmte Richtungen lenken.
Unsere Standorte
Familientherapie in unseren Privatkliniken
Libermenta bietet die Familientherapie an zwei Privatkliniken an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen und Schloss Freudental in Baden-Württemberg. Beide Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht
