Familien­therapie

Mit- statt gegeneinander

Missverständnisse, Streit, Wut, Enttäuschung – das Dasein in einem Familienverbund bietet zwar oft Halt und Zugehörigkeit, kann aber auch schnell zu Problemen führen, die sich negativ auf die seelische Verfassung auswirken. Unsere Therapeuten sind darauf spezialisiert, nicht nur den Erkrankten selbst  zu betrachten, sondern auch das gesamte Umfeld, um so die bestmöglichen Therapieansätze auszuwählen.

Was ist die Familientherapie?

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

Die Familientherapie ist eine psychotherapeutische Therapieform, bei der die ganze Familie als soziales System sowie ihre einzelnen Mitglieder im Mittelpunkt stehen. Häufig wird die Familienberatung auch bei Kindern und Jugendlichen angewandt, weil deren Entwicklung stark durch den familiären Kontext geprägt wird. Ziel ist es, den Kontext Familie zu therapieren, um gleichzeitig auch die psychischen Probleme mitzubehandeln. Die Familientherapie bedient sich dabei vorwiegend den Verfahren der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse, um Lösungen für die Schwierigkeiten zu erzeugen. Treten Sie gerne mit unserem Team in Kontakt, um weitere Informationen über Formen der Psychotherapie zu bekommen.


Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

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Dauer und Durchführung der Familientherapie

Eine therapeutische Behandlung oder auch Familienberatung eignen sich bei psychischen Problemen eines Familienmitglieds oder mehrerer Personen der Familie, die direkt mit der Familie zusammenhängen. Psychische Erkrankungen können aber nicht nur der Auslöser eines ungesunden Familienlebens sein, sondern auch die Folge der Schwierigkeiten. Die familientherapeutische Beratung benötigt in der Regel bis zu zehn Sitzungen. Die Sitzungen finden in eher größeren Abständen statt, damit die Familie die gelernten Verhaltensweisen und Lösungsvorschläge in Ruhe umsetzen kann. Daher kommt der Hilfe zur Selbsthilfe eine wichtige Rolle zur Lösung der Schwierigkeiten zu.

In der Familientherapie gibt es bestimmte Werte, die für eine erfolgreiche Therapieform gelebt werden müssen. Das System Familie muss dem Therapeuten vertrauensvoll und offen begegnen, damit er die Familie als Ganzes, ihre einzelnen Mitglieder, deren Beziehungen zueinander sowie ihre Probleme ganzheitlich betrachten kann. Des Weiteren spielt Kommunikation eine bedeutungsvolle Rolle. In der Therapie wird gelernt, über Kommunikation bestimmte Konflikte aufzudecken, gemeinsam zu analysieren und anzugehen. In den Sitzungen der Familienberatung versucht der Therapeut zunächst, die Situation der Familie zu erfassen. Je nachdem, welche Ziele mit der Therapie verfolgt werden, bedient sich der Familientherapeut verschiedener Methoden für die Durchführung der Sitzungen. Mögliche Methoden der Familientherapie sind etwa das zirkuläre Fragen, bei dem Familienmitglieder die Situation aus der Perspektive eines anderen Mitglieds betrachten sollen. Mithilfe der Familienskulptur werden die Therapieteilnehmer im Raum positioniert und sollen auf diese Art und Weise ihre Beziehungen zueinander symbolisch darstellen. Ziel der familientherapeutischen Sitzungen ist die Verbesserung der Kommunikation und damit auch die positive Veränderung der Beziehungen innerhalb der Familie.

„Therapie setzt nicht nur am Erkrankten an – wir berücksichtigen auch das Umfeld!“

Alexander Conz

stellv. Klinikdirektor und Chefarzt
Libermenta Klinik Schloss Freudental

Chancen und Vorteile der Familientherapie

Ein erkranktes familiäres System kann zur seelischen Belastung werden. Verursacher dafür können einschneidende Lebensereignisse wie Trennungen oder der Tod eines Familienmitglieds sein. Diese Therapieform zielt darauf ab, die Beziehungen der Familienmitglieder positiv zu verändern, Schwierigkeiten zu lösen und neue Sichtweisen für das Zusammenleben zu erlangen. Im Austausch mit dem Familientherapeuten werden Gefühle und Bedürfnisse mitgeteilt, eventuelle Missverständnisse aufgedeckt und unterschiedliche Sichtweisen angehört. In der Familientherapie spielen daher Verständnis, Kommunikation und Empathie eine zentrale Rolle, um Ansätze für Lösungen entwickeln zu können, die für alle Beteiligten ansprechend und realistisch umsetzbar sind.

Für die Teilnahme an der Familientherapie gibt es in der Regel keine Voraussetzungen. Wichtig ist nur, dass jedes Familienmitglied auch die Bereitschaft zeigt, die Therapie mitzumachen und Vertrauen zu dem Familientherapeuten herstellen kann. Auch sollten die Teilnehmer die Fähigkeit zur Selbstreflexion in gewissem Maße mitbringen. Die Erfolgschancen der Familientherapie lassen sich nur bedingt verallgemeinern. Insbesondere bei Systemen, die über Jahre erkrankt sind, benötigen Veränderungen viel Zeit. Anderen Familien jedoch hilft die Therapie, ihre Beziehungen zu verbessern und das Familienleben positiv zu verändern. Arbeitet die Familie als Ganzes zusammen, können positive Veränderungen schon in kurzer Zeit erreicht werden. Die systemische Sichtweise bringt den Vorteil mit sich, dass Probleme im Kontext betrachtet werden und nicht eine einzelne Person für Konflikte verantwortlich gemacht wird. Des Weiteren geht ein positiver Einfluss von der Rolle des Therapeuten als neutraler Vermittler und außenstehender Person aus, welcher der Familie neue Sichtweisen aufzeigen kann. Durch gezielte Fragen kann er darüber hinaus genau die Probleme herausfinden und Gespräche in bestimmte Richtungen lenken.

 


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