Unterstützung bei Herzrasen
Herzrasen
Herzklopfen kann in schönen Momenten auftreten, etwa bei Freude, Aufregung oder Verliebtheit. Wenn der Puls jedoch häufig, unkontrollierbar oder ohne klaren Anlass stark ansteigt, sollte Herzrasen ernst genommen werden. Die Auslöser können körperlicher oder psychischer Natur sein und sollten fachärztlich abgeklärt werden.

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Definition und Einordnung
Was versteht man unter Herzrasen?
Herzrasen beschreibt eine körperliche Empfindung aus Anspannung, Angst oder Freude, die sich durch rasanten Herzschlag und starkes Herzklopfen bemerkbar macht. Der Puls, der in der Regel bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute liegt, beschleunigt sich dabei auf über 100 Schläge pro Minute.
Wenn es dafür keinen nachvollziehbaren „gesunden“ Grund gibt, zum Beispiel körperliche Anstrengung oder Aufregung, wird dieses Symptom medizinisch als Tachykardie bezeichnet und gilt als krankhaft. Tritt Herzrasen unerwartet im Alltag auf, kann dies auf Dauer zu großem Leidensdruck führen.
Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wenden Sie sich an Ihren behandelnden Facharzt, Hausarzt oder an die Notaufnahme eines Krankenhauses.
Symptome
Wie äußert sich Herzrasen?
Herzrasen beginnt meist plötzlich und endet ebenso unerwartet. Die Beschwerden können unabhängig von bestimmten Situationen auftreten, im Ruhezustand oder im Anschluss an körperliche Anstrengung. In bestimmten Situationen können auch Schmerzen am Herzen oder im restlichen Körper auftreten.
Herzrasen ist häufig harmlos, kann jedoch auch Folge einer Herzerkrankung sein. Auch wiederkehrende, zunächst gutartig wirkende Herzbeschwerden sollten deshalb fachärztlich, zum Beispiel mithilfe eines Langzeit-EKGs, abgeklärt werden.
Mögliche begleitende Beschwerden sind:
hoher Puls
Brustschmerzen
Schwindel
Zittern
Kopfschmerzen
Kurzatmigkeit
Übelkeit
innere Unruhe
Druck oder Schmerzen im Brustbereich


Unterstützung bei Herzrasen
Gibt ihr Herz plötzlich den Takt an?
Wenn Herzrasen immer wieder plötzlich auftritt oder von weiteren Herzbeschwerden begleitet wird, sollte dringend eine ärztliche Abklärung erfolgen. Besonders bei Brustschmerzen, Schwindel oder starker Atemnot kann ein überdurchschnittlich hoher Puls gefährlich sein und eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich machen.

Wie entsteht Herzrasen?
Ursachen von Herzrasen
Herzrasen kann durch körperliche und psychische Faktoren entstehen. Eine Ursache kann direkt vom Herzen ausgehen. Auch Hormone oder Neurotransmitter, die unmittelbar auf den Herzmuskel einwirken, können zu einer beschleunigten Herzfrequenz führen.
Weitere mögliche Auslöser und Zusammenhänge sind:
Stress
Wechseljahre
bestimmte Medikamente, zum Beispiel Schilddrüsenhormone, Antidepressiva, Antazida sowie Medikamente gegen Hyperaktivität, Krampfanfälle, Allergien oder Pilzbefall
Antibiotika, Diuretika und Cortison
Schilddrüsenüberfunktion
niedriger Blutdruck
ein gestörter Elektrolythaushalt durch veränderte Kalium-, Magnesium- oder Kalziumspiegel
Flüssigkeitsmangel
Vergiftungen
Drogen
Depressionen
übermäßiger Konsum von Nikotin oder Kaffee
Angst- oder Panikattacken
seelischer oder sozialer Stress
Herzrasen lindern
Was kann man gegen Herzrasen tun?
Bei wiederkehrendem Herzrasen oder anderen Herzbeschwerden sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Der Arzt kann im Rahmen einer körperlichen Untersuchung die Herztöne abhören und ergänzend eine Elektrokardiografie, kurz EKG, durchführen. Alternativ kann ein Langzeit-EKG eingesetzt werden, das 24 Stunden lang aufzeichnet und Unregelmäßigkeiten aufdecken kann.
Im Alltag können Betroffene versuchen, Stress und Anspannung zu reduzieren. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder autogenes Training können in den Alltag integriert werden. Außerdem sollten Patienten auf Kaffee und Zigaretten verzichten, da diese Herzschlag und Blutdruck erhöhen können. Auch kurzes Innehalten oder Hinsetzen kann Herzrasen verlangsamen.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Herzrasen kann das Gefühl von Sicherheit, körperlicher Kontrolle und Belastbarkeit im Alltag deutlich beeinträchtigen. Im Alltag können kleine Routinen helfen, körperliche Signale bewusster wahrzunehmen, Stress zu reduzieren und unterstützende Maßnahmen wie Ruhephasen, Entspannungstechniken oder bewusstes Atmen gezielt einzubinden.
den Tag langsamer angehen lassen
Stress und Anspannung reduzieren
Ruhephasen einbauen
in akuten Situationen innehalten
sich hinsetzen
bewusst tief ein- und ausatmen
Eis oder kaltes Wasser zur Kühlung von Stirn und/oder Brust nutzen, zum Beispiel ein Kühlpad oder Eiswürfel
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Herzrasen
Wenn Herzrasen auf Stress oder andere psychische Belastungen zurückzuführen ist, gibt es verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung:

Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern
Herzrasen kann im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen stehen. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen sowie Angst- oder Panikattacken können zu Herzrasen oder starkem Herzklopfen führen. Seelischer oder sozialer Stress kann ebenfalls ein Risikofaktor für auftretendes Herzrasen sein.

Herzrasen einordnen
Welche Formen von Herzrasen gibt es?
Herzrasen kann unter anderem nach Entstehungsort, Entstehungsmechanismus und Dauer der typischen Symptome eingeordnet werden. Medizinisch wird zwischen supraventrikulärer Tachykardie und ventrikulärer Tachykardie unterschieden.
Supraventrikuläre Tachykardie
Bei der supraventrikulären Tachykardie, auch bekannt als Vorhofflimmern, liegt der Entstehungsort außerhalb der Herzkammer im Bereich der Vorhöfe. Auch wenn diese Symptome am Herzen nicht lebensgefährlich sein müssen, können sie langfristig zu Schäden führen.
Ventrikuläre Tachykardie
Bei der ventrikulären Tachykardie entsteht der hohe Puls direkt in der Herzkammer. Diese Form gilt als gefährlich, da sie zu Kammerflimmern und letztlich zu einem Herzinfarkt führen kann.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Unsere Standorte
Hilfe bei Herzrasen in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter Herzrasen aufgrund von psychischen Belastungen leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Wenn Herzrasen immer wieder plötzlich auftritt oder von anderen Herzbeschwerden begleitet wird, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Besonders bei Brustschmerzen, Schwindel oder starker Atemnot kann ein überdurchschnittlich hoher Puls gefährlich sein.
Wenn der Puls ohne nachvollziehbaren Grund wie körperliche Anstrengung oder Aufregung auf über 100 Schläge pro Minute steigt, wird dies medizinisch als Tachykardie bezeichnet.
Herzrasen kann durch Ursachen am Herzen selbst, Hormone, Neurotransmitter, Schwangerschaft, Wechseljahre, Schilddrüsenüberfunktion, niedrigen Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Vergiftungen, Drogen, Nikotin, Kaffee, bestimmte Medikamente, Depressionen, Angst- oder Panikattacken sowie seelischen oder sozialen Stress ausgelöst werden.
Im Alltag können Stressreduktion, Ruhephasen, Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder autogenes Training, der Verzicht auf Kaffee und Zigaretten sowie bewusstes tiefes Ein- und Ausatmen unterstützend wirken.






