Unterstützung bei Zuckungen
Zuckungen
Wenn Muskeln plötzlich unkontrolliert zucken, kann das für Betroffene sehr unangenehm und verunsichernd sein. Um den Leidensdruck einzuordnen und mögliche Ursachen abzuklären, sollte fachärztlicher Rat eingeholt werden.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was versteht man unter Zuckungen?
Unter Muskelzuckungen versteht man Kontraktionsbewegungen der Muskulatur, die unwillkürlich und plötzlich einsetzen. Sie können an verschiedenen Muskelgruppen oder am ganzen Körper auftreten und sich unterschiedlich stark zeigen. Die Muskelkontraktionen können rhythmisch oder arrhythmisch sein, einmalig auftreten oder sich mehrfach hintereinander wiederholen. Für Betroffene werden sie häufig als sehr störend empfunden.
Die Ursache unwillkürlicher Bewegungen kann harmlos sein, etwa zu wenig Schlaf. Gleichzeitig können Zuckungen auch mit ernsten Erkrankungen zusammenhängen, zum Beispiel mit einer Nervenerkrankung.
Symptome
Wie äußern sich Zuckungen?
Zuckungen können sich je nach Form und betroffener Muskelgruppe unterschiedlich zeigen. Wenn sich die gesamte Muskulatur verkrampft, etwa bei einem epileptischen Anfall, sind die Muskelkontraktionen deutlich in ausladenden Bewegungen sichtbar. Medizinisch wird hier von Myoklonien gesprochen. Diese können teilweise durch willkürliche Bewegungen ausgelöst oder durch Umweltreize wie Licht, Berührung oder Geräusche angestoßen werden.
Die unwillkürliche Kontraktion kleiner Muskelbündel, sogenannter Faszikeln, wird meist als leichtes Zittern oder Kribbeln unter der Haut wahrgenommen. Sie ist kaum sichtbar und wird als Faszikulation beschrieben. Faszikulationen können gutartig sein, aber auch mit ernsten Krankheitsbildern wie der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, zusammenhängen.
Vom Muskelzucken können verschiedene Muskelgruppen betroffen sein:
Gesichtsmuskulatur, zum Beispiel Zucken des Augenlids
Muskulatur der Arme
Muskulatur der Beine, zum Beispiel beim Restless-Legs-Syndrom
Rumpfmuskulatur, seltener
Bei wiederholtem rhythmischem Zucken der Muskeln, das sich als Zittern zeigt, wird auch von einem Tremor gesprochen. Eine Parkinson-Erkrankung kann beispielsweise mit starkem Tremor als Symptom einhergehen.


Unterstützung bei Zuckungen
Übernehmen Ihre Muskeln plötzlich das Kommando?
Wenn Zuckungen wiederholt auftreten, stark ausgeprägt sind oder den Alltag belasten, sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen. Muskelzuckungen können zwar harmlose Auslöser haben, aber auch Symptom neurologischer oder psychischer Erkrankungen sein.
Besonders dann, wenn Zuckungen mit weiteren Beschwerden einhergehen, häufig auftreten oder für Betroffene großen Leidensdruck verursachen, ist eine medizinische Einordnung wichtig.

Wie entstehen Zuckungen?
Ursachen von Zuckungen
Zuckungen können Teil eines Krankheitsbildes und ein Symptom verschiedener neurologischer Erkrankungen sein. Störungen in Gehirn und Rückenmark, also im Nervensystem oder an den Nervenzellen der Muskulatur, können zu ungewollten Kontraktionen führen. Auch psychische Erkrankungen können plötzliche Zuckungen in bestimmten Körperbereichen auslösen.
Mögliche Auslöser und Zusammenhänge sind:
Durchblutungsstörungen
Epilepsie
Tic-Störungen, etwa Tourette-Syndrom
dissoziative Störungen
Posttraumatische Belastungsstörung
Koffein
Alkohol
Drogen
Magnesiummangel
eingeklemmte Nerven
Unterzuckerung
Stress
Schlafmangel
Auch harmlose Ursachen können Kontraktionen hervorrufen. Gleichzeitig sollten wiederkehrende oder belastende Zuckungen fachlich abgeklärt werden.
Zuckungen bekämpfen
Was kann man gegen Zuckungen tun?
Bei Zuckungen kann es hilfreich sein, die Nerven im Alltag zu beruhigen und Stress möglichst zu reduzieren. Stress wird als häufiger Auslöser beschrieben; begünstigende Faktoren sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden. Entspannungsübungen, zum Beispiel Yoga, können unterstützend wirken. Auch Bewegung kann geeignet sein, wenn sie in einer Form ausgeführt wird, die Freude macht.
Zudem kann es sinnvoll sein, Koffein, Alkohol und aufputschende Drogen zu meiden. Auch Ernährung spielt eine Rolle: Sie sollte ausgewogen und reich an Magnesium sein. Das kann insbesondere dann unterstützend sein, wenn zusätzlich zu Muskelzucken oder Tics schmerzhafte Krämpfe auftreten.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Zuckungen können den Alltag verunsichern und die Wahrnehmung für körperliche Anspannung verstärken. Im Alltag können kleine Routinen helfen, Stress bewusster zu reduzieren, den Körper besser zu beobachten und unterstützende Maßnahmen wie Bewegung, Entspannung oder eine ausgewogene Ernährung regelmäßiger einzubinden.
Viel Bewegung einplanen, da ständiges Sitzen die Durchblutung der Beine behindern und Muskelzellen unzureichend versorgen kann
Auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralien achten
Regelmäßig magnesiumreiche Lebensmittel essen, zum Beispiel Spinat, Brokkoli, Bohnen, Erbsen, Haferflocken, Weizenkleie oder Reis
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Zuckungen
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Schweregrad und möglichem Zusammenhang mit anderen Erkrankungen. In weniger schweren Fällen können psychische Ursachen von Muskelzuckungen mit Psychotherapie, Entspannungsverfahren, Sport und Bewegungstherapie behandelt werden. Auch eine medikamentöse Behandlung ist üblich, um unwillkürliches Muskelzucken oder Tics zu behandeln.

Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern

Zuckungen einordnen
Welche Formen von Zuckungen gibt es?
Zuckungen können nach betroffener Muskelstruktur, sichtbarem Bewegungseffekt und Bewegungsmuster unterschieden werden. Die Ausprägung reicht von kaum sichtbarem Kribbeln unter der Haut bis zu deutlich sichtbaren Muskelkontraktionen.
Fibrillation
Bei einer Fibrillation zucken einzelne Muskelfasern, ohne dass es zu einem sichtbaren Bewegungseffekt kommt.
FaszikulationBei einer Faszikulation zucken einzelne Muskelbündel. Diese Zuckungen werden gespürt, verursachen aber keinen wirklichen Bewegungseffekt.
Myoklonien
Bei Myoklonien zuckt der gesamte Muskel. Dabei kann es zu einer Bewegung kommen, muss aber nicht. Myoklonien können auch bei epileptischen Anfällen sichtbar werden.
Tremor
Ein Tremor beschreibt das Zucken mehrerer Muskelpartien, das sich als regelmäßiges Zittern mit Bewegungseffekt zeigt.

Wir helfen auch denen, die Sie lieben
Unterstützung für Angehörige
Zuckungen können auch für Angehörige belastend sein. Wenn ein nahestehender Mensch wiederholt unkontrollierte Muskelzuckungen erlebt, kann das im Umfeld Sorge, Unsicherheit oder Hilflosigkeit auslösen. Besonders wenn Zuckungen stark, häufig oder alltagseinschränkend auftreten, ist eine fachärztliche Abklärung wichtig.
Auf Wunsch des Betroffenen begleiten wir deshalb auch Angehörige der Person, um ein aufklärendes Auffangnetz mit Tipps rund um das Thema Zuckungen bereitzustellen.
Unsere Standorte
Hilfe bei Zuckungen in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht und Schloss Freudental unterstützt Libermenta Menschen, die unter Zuckungen leiden. Beide Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht

Unsere Privatklinik Schloss Freudental
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ja. Bestimmte Formen von Muskelzuckungen können durch Umweltreize angestoßen werden. Dazu zählen zum Beispiel Licht, Berührung oder Geräusche. Auch willkürliche Bewegungen können bestimmte Myoklonien auslösen.
Eine Faszikulation ist die unwillkürliche Kontraktion kleiner Muskelbündel. Sie wird meist als leichtes Zittern oder Kribbeln unter der Haut wahrgenommen und ist kaum sichtbar. Faszikulationen können gutartig sein, können aber auch mit ernsten Krankheitsbildern zusammenhängen.
Bei einer Fibrillation zucken einzelne Muskelfasern, ohne dass ein sichtbarer Bewegungseffekt entsteht. Bei einer Faszikulation zucken einzelne Muskelbündel. Diese Zuckungen werden gespürt, verursachen aber keinen wirklichen Bewegungseffekt.
Bei Myoklonien zuckt der gesamte Muskel. Dabei kann es zu einer sichtbaren Bewegung kommen, muss aber nicht. Myoklonien können zum Beispiel bei epileptischen Anfällen sichtbar werden.
Ein Tremor beschreibt das Zucken mehrerer Muskelpartien, das sich als regelmäßiges Zittern mit Bewegungseffekt zeigt. Eine Parkinson-Erkrankung kann beispielsweise mit einem starken Tremor als Symptom einhergehen.
Zuckungen können verschiedene Muskelgruppen betreffen. Dazu zählen die Gesichtsmuskulatur, zum Beispiel beim Zucken des Augenlids, die Muskulatur der Arme, die Muskulatur der Beine, etwa beim Restless-Legs-Syndrom, sowie seltener die Rumpfmuskulatur.







