Verhaltens­therapie

Hilfe zur Selbsthilfe

Die unterschiedlichen Psychotherapie-Methoden der Verhaltenstherapie sollen Erkrankten Techniken zur „Selbsthilfe” vermitteln. Hierbei steht vor allem das „Verlernen” von falsch „erlernten”, negativen Verhaltens- oder Denkweisen im Fokus des Behandlungskonzeptes. Es wird im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse nicht die Vergangenheit „bearbeitet”, sondern das tatsächliche, gegenwärtige „Hier & Jetzt”

Was ist Verhaltenstherapie?

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

Die Verhaltenstherapie ist ein häufig eingesetztes und wissenschaftlich fundiertes Verfahren. Sie ist eines von vier kassenärztlich anerkannten Psychotherapieverfahren und umfasst ein Spektrum von Methoden aus dem Fachgebiet der Psychotherapie. Die Basis der Verhaltenstherapie ist die Lerntheorie mit ihrer Auffassung eines erlernbaren und wieder verlernbaren Verhaltens. Verhaltenstherapeuten verfolgen mit ihrer Psychotherapie den Ansatz, das Erleben und den Umgang mit dem Hier und Jetzt zugänglicher und problemfreier zu gestalten. So berichten viele Patienten bereits nach nur wenigen Sitzungen von ersten Erfolgen.Treten Sie gerne mit unserem Team in Kontakt, um weitere Informationen über Formen der Psychotherapie zu bekommen.

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Dauer und Durch­führung der Verhaltens­therapie

Die Sitzungen während dieser psychotherapeutischen Behandlung dauern in der Regel 50 Minuten und können sowohl ambulant als auch bei einem Aufenthalt in der Klinik durchgeführt werden. Eine generelle Dauer des Behandlungszeitraums kann nicht festgelegt werden, da diese primär von der Schwere und der Art der psychischen Erkrankung abhängt. So können etwa Störungen aus dem Angstspektrum in der Regel schneller behandelt werden als eine Depression, unter der ein Patient seit mehreren Jahren leidet. Normalerweise werden für eine Verhaltenstherapie aber 25 bis 50 Sitzungen veranschlagt. Die genaue Anzahl an Sitzungen mit einem Verhaltenstherapeuten bestimmen Ärzte und Therapeuten anhand des Leidensdrucks gemeinsam mit dem Patienten.

Die Verhaltenstherapie wird als Einzel- oder Gruppensitzung angeboten. Hier geht es um Verstehen, Lernen und Veränderung. Der Patient muss dafür bereit sein, Probleme und Veränderungen zu akzeptieren und diese während der Sitzungen gemeinsam mit dem Verhaltenstherapeuten zu erarbeiten. Zu Beginn der Therapie informiert der Verhaltenstherapeut den Patienten über das vorliegende Störungsbild. Diesem Aufklärungsgespräch geht eine genaue Diagnose seiner psychischen Störung voraus. Weiß ein Mensch nun ganz genau von seiner Erkrankung, ihrer Entstehung sowie den Behandlungsmöglichkeiten, wirkt bereits dieses Wissen entlastend. Zudem fördert diese Entlastung und das neue Wissen den Genesungsprozess, da ein erweitertes Verständnis vielmals neue Hoffnungswege für eine Verbesserung der Gefühlslage aufzeigt. Im Rahmen der Behandlung arbeitet der Verhaltenstherapeut dann für den Betroffenen einen Therapieplan aus, der auch die angestrebten Ziele umfasst. Mit der Verhaltenstherapie sollen bestehende gestörte Verhaltensmuster überprüft, überarbeitet und neue Muster verfestigt werden. Hierbei ist es wichtig anzumerken, dass der Therapeut dem Patienten keine Lösungswege oder perfekten Verhaltensmuster aufzwingt. Der Verhaltenstherapeut erarbeitet gemeinsam mit dem Patienten, welche alternativen Verhaltensmuster am besten zum Patienten und in dessen Leben passen. So ist es zudem essenziell, neue Verhaltensweisen auch im „echten Leben“ außerhalb der Klinik zu üben und im Alltag zu etablieren, um die Selbstständigkeit sowie Selbstwirksamkeit des Patienten so viel wie möglich zu fördern.

„Arbeiten Sie mit uns an und in Ihrem tatsächlichen Hier und Jetzt.“

Priv.-Doz. Dr. Karsten Wolf

Ärztlicher Leiter
Libermenta Kliniken

Chancen und Vorteile der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist bei vielen psychischen Erkrankungen sehr erfolgreich, insbesondere bei Ängsten oder Depressionen. Diese Form der Psychotherapie eignet sich daher primär für Patienten mit Angst- oder Zwangserkrankungen. Gleichzeitig richtet sie sich an Betroffene, die unter Suchtverhalten, Depressionen, Essstörungen oder Partnerschaftsproblemen leiden. Bei schwerwiegenden oder tiefgehenden psychiatrischen Störungen kann diese Form der Psychotherapie jedoch nicht greifen, da die Verhaltenstherapie ein eher kurzzeittherapeutisches Konzept darstellt und eine weniger intensive Aufarbeitung vergangener Geschehnisse ermöglicht.

Die Verhaltenstherapie dient dazu, das eigene, problematische Verhalten besser zu verstehen. Zudem geht von der Verhaltenstherapie auch die kognitive Verhaltenstherapie aus, die sich nicht nur mit dem Handeln und der Gefühlswelt eines Menschen, sondern darüber hinaus auch mit seinen Gedanken beschäftigt. Therapieziel und Zweck dieser psychotherapeutischen Behandlungsform ist es, die Veränderung von bestimmten Denkgewohnheiten, Einstellungen und dysfunktionalen Verhaltensweisen herbeizuführen, sodass sich folglich die psychische oder psychosomatische Störung zurückbildet und der Leidensdruck abnimmt.

In der Klinik oder in der ambulanten Verhaltenstherapie wird der Patient darüber hinaus vom Verhaltenstherapeuten auch auf die Zeit nach der Therapie vorbereitet, sodass diese Form der Psychotherapie langfristig ausgerichtet ist. Der Patient erfährt eine psychologische Beratung darüber, wie er sein neu gelerntes Verhalten in seinen Alltag integrieren kann oder wie er mit erneuten Problemen umgehen sollte. Somit kann die Wahrscheinlichkeit für Rückfälle reduziert werden, was die hohen Erfolgsquoten von fast 80 Prozent dieses Verfahrens der Psychotherapie erklärt. Anhand des gewonnenen Verständnisses über Zusammenhänge zwischen Gefühlen, Gedanken und Verhalten möchte der Verhaltenstherapeut dem Patienten neue Wege und alternative Verhaltensmuster aufzeigen. Diese Form der Psychotherapie eignet sich primär für Patienten mit Angst- oder Zwangserkrankungen. Gleichzeitig richtet sie sich an Betroffene, die unter Suchtverhalten, Depressionen, Essstörungen oder Partnerschaftsproblemen leiden. 


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