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Was ist die Sexual­therapie?

Offenheit & Vertrauen

Bizarre Vorstellungen, Libodoverlust, „normabweichende” Verhaltensweisen: Störungen im Sexualverhalten können vielschichtig sein. Oftmals sind die Betroffene beschämt, verunsichert und leiden stark. Wenn Intimität und Sexualität zur Belastung werden, psychisches Leid auslösen und sogar eine Beziehung oder andere Personen gefährden, sollte dringend mit einem Experten gesprochen werden. 

Was ist die
Sexualtherapie?

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

Die Sexualtherapie behandelt sexuelle Funktionsstörungen sowie Deviationen. Mit diesem psychotherapeutischen Verfahren sollen Stressfaktoren, die das Sexualleben und die sexuelle Gesundheit beeinträchtigen, gelöst sowie Konflikte in der Partnerschaft behoben werden. Des Weiteren sollen im Rahmen dieser Therapie traumatische Erfahrungen aus der Kindheit, mit vorherigen (Sexual-)Partnern oder auch rezente traumatische Erfahrungen therapiert werden. Bei Paaren müssen jedoch beide Partner bereit sein, sich in Theorie (Paarberatung und Sexualtherapie) und in der Praxis (Zuhause) auf die Sexualberatung einzulassen. Treten Sie gerne mit unserem Team in Kontakt, um weitere Informationen über Formen der Psychotherapie zu bekommen.


Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

+49 2235 4665 2500

Dauer und Durchführung der Sexualtherapie

Die Dauer der Therapie hängt von der Art der Probleme ab. Ein Paarkonflikt weist oft früher Erfolge in der Therapie auf als eine seit der Kindheit verankerte sexuelle Abweichung. So benötigen einige Patienten nur wenige, andere jedoch bis zu 100 Sexualberatungen. Der Therapeut führt zu Beginn eine ausführliche Sexual- und Familienanamnese durch, um Erkenntnisse über die gesammelte Sexualität sowie die sexuellen Erfahrungen des Patienten zu gewinnen. Auch Erfahrungen mit Beziehungen und die daraus resultierenden Werte und Normen werden in der Therapie erfasst. So stellt der Sexualtherapeut in der Praxis dem Patienten Fragen zu seiner Lebensgeschichte, seiner aktuellen Beziehung sowie zu seinem Sexualleben und Ängsten.

Je nach Art der sexuellen Störungen, kann die Sexualberatung beispielsweise im Rahmen einer Psychoanalyse mithilfe der Tiefenpsychologie, aber auch mithilfe einer (kognitiven) Verhaltenstherapie stattfinden. Bei Störungen in Folge von Traumata – wie dem sexuellen Missbrauch in der Kindheit – werden in der Praxis meist Traumatherapien eingesetzt. Des Weiteren können Sitzungen allein, aber auch als Sexualberatung gemeinsam mit dem Partner durchgeführt werden. Bei Problemen unter Paaren wird die Beziehung zum Partner betrachtet und Störungen der Sexualität als Folge von Sexualkonflikten aufgedeckt. Paare bekommen in der Paarberatung Übungen für zu Hause, damit Gelerntes weiter exploriert und verfestigt werden kann. Beispielsweise lernen die Betroffenen mit Übungen aus der Körpertherapie, die Funktionsweise des eigenen Körpers – und die des Partners – zu begreifen. Des Weiteren wird in der Paarberatung geübt, Wünsche freier auszudrücken, Grenzen zu formulieren sowie über das sexuelle Erleben offen zu sprechen. Mit diesen und anderen Ansätzen ermöglicht die Paarberatung sowie die Therapie im Einzelsetting eine Entspannung der Situation rundum das Thema Sexualität, Intimität und Partnerschaft.

 

„Sexualität kann auch zu einer ernsten Belastung werden. Sprechen Sie uns an!“

Priv.-Doz. Dr. Karsten Wolf

Medizinischer Vorstand
Libermenta Kliniken

Chancen und Vorteile der Sexualtherapie

Die Sexualberatung richtet sich an alle Menschen, die unter sexuellen Funktionsstörungen leiden und daraus psychische Probleme oder Paarkonflikte entwickelt haben. Des Weiteren greift diese Therapie bei sexuellen Deviationen wie exhibitionistischen oder pädophilen Neigungen. 
Mit Funktionsstörungen sexueller Natur sind Beeinträchtigungen im sexuellen Erleben gemeint, die durch physiologische Vorgänge wie fehlende Erregung oder Einschränkungen der Orgasmusfähigkeit ausgelöst werden. Dazu zählen auch der Libidoverlust oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Sexuelle Störungen können zu psychischem Leidensdruck bei den Betroffenen führen, da sie die Lebensqualität vermindern und Auswirkungen auf die Partnerschaft haben. Die Sexualtherapie umfasst daher häufig auch die Paarberatung und die Sexualberatung der Partner über den Umgang mit sexuellen Problemen.

Sexuelle Deviationen als zweites Anwendungsfeld der Sexualtherapie beschreiben sexuelle Abweichungen. Betroffene benötigen eine unübliche Art sexueller Stimulierung, etwa ein irreguläres Sexualobjekt wie Kinder oder Tiere. Das dranghafte Bedürfnis nach – oftmals bizarren – Vorstellungen oder Handlungen zur sexuellen Erregung beeinträchtigen die Erkrankten meist stark. Sie empfinden sich selbst als „nicht normal“, was sie zusätzlich belastet. Ein weiterer Grund, eine therapeutische Praxis oder Klinik aufzusuchen, ist die Angst vor sexuellen Kontakten oder Partnerschaften. Die Belastung und die Angst sorgen bei Männern wie Frauen für einen hohen Leidensdruck.
Insbesondere bei Paarkonflikten sind die Erfolgsaussichten dieses Therapieverfahrens hervorragend. Bereits wenige Beratungsstunden im Paarsetting können erste nennenswerte Erfolge erzielen und dazu beitragen, eine Partnerschaft zu festigen. Ein Vorteil der Sexualtherapie liegt in der Anwendung verschiedenster psychotherapeutischer Konzepte, Aufgaben und Übungen, sodass in der Praxis ein breites Spektrum an sexuellen Störungen behandelt werden kann.