Aufgewühlte, sich überschlagende Wellen am Strand

ADHS

Gefühls-Brandung

Nicht nur bei Kindern wird diese Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert, auch Erwachsene kämpfen immer öfter mit dem „impulsiven” ADHS-Erscheinungsbild. Betroffene leiden unter dem Gefühl, ständig „unter Strom zu stehen” und auch für deren Umfeld ist das auffällige Verhalten eines Erkrankten kräftezehrend. Daher stehen wir nicht nur unseren ADHS-Patienten mit Rat zur Seite, sondern auch deren Angehörigen.

Hilfe bei ADHS

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit, ständige innere Unruhe und Getriebenheit, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Desorganisation und Reizüberflutung sind nur einige der vielen ADHS-Symptome, welche die Mehrheit der Betroffenen über die Pubertät hinaus bis ins hohe Erwachsenenalter begleiten.  Ängste, Depressionen, Suchtprobleme und weitere psychische und körperliche Erkrankungen kommen bei Jugendlichen und Erwachsenen häufig sogar noch hinzu und verstärken das Leid der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Dabei ist die Krankheit nach der Diagnose heute hervorragend behandelbar, sogar häufig einfacher und besser als bei fast jeder anderen neurologischen oder psychiatrischen Erkrankung. Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung ist jedoch eine umfassende korrekte Diagnose, welche wiederum aufgrund der Vielfältigkeit der Symptome und Begleiterkrankungen sowie der Differenzialdiagnosen der Krankheit kompliziert sein kann und Expertenwissen erfordert. Genau das bieten wir in unserer Klinik an.


Unser Behandlungskonzept an allen Standorten

  • Ein individuelles Erstgespräch mit unseren Experten mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Diagnostik und Therapie von ADHS bei Jugendlichen und Erwachsenen.
  • Eine umfassende stationäre oder teilstationäre ADHS-Diagnostik und Differenzialdiagnostik sowie Abklärung von Begleiterkrankungen.
  • Eine an wissenschaftlichen Leitlinien orientierte erstklassige individuelle Behandlung von ADHS-Betroffenen und möglichen Begleiterkrankungen.

Weil auch die Seele ruhen muss

Es ist zweifelsohne anstrengend, wenn man nicht mehr zur Ruhe kommt und man sich gezwungenermaßen in einem Hamsterrad von impulsivem Verhalten und „Nicht-Stillhalten-Können” dreht. Vor allem, weil die Erkrankung nicht nur mit einem Erwachsenen-Alltagsleben schwer vereinbar ist, sondern auch, weil es von Kindertagen an für die betroffenen Kinder ein sehr langwieriger, zermürbender Weggefährte war. Der Leistungsdruck des gesellschaftlichen „Funktionieren-Müssens” wächst mit dem Älterwerden rapide mit an – die Folge daraus können weitere psychische Begleiterkrankungen, wie etwa Depressionen oder Zwangsstörungen sein. Einfach „heilen” kann man diese Störung nicht, aber wir können Ihnen Wege aufzeigen, damit zu leben und dadurch dann Ihr Leben wieder besser zu erleben. 

Kommen Sie wieder zur Ruhe,

 Kommen Sie zu uns! Wir sind für Sie da und können Ihnen helfen, Ihr Leben wieder lebenswerter zu machen!

+49 2235 4665 2500

Therapie –
Wie kann ADHS behandelt werden?

Die multimodale Therapie orientiert sich an wissenschaftlichen Leitlinien und erfolgt im Rahmen eines multimodalen Gesamtbehandlungsplans. Sie umfasst neben einer ausführlichen Aufklärung der ADHS-Betroffenen und ihrer Angehörigen über alle Aspekte der ADHS (Psychoedukation) eine Kombinationstherapie aus medikamentöser Behandlung, Psychotherapie, Entspannungsverfahren und Sporttherapie.

Psychoedukation ist die Basis der Therapie bei ADHS. In unserer Klinik findet sie sowohl als individuelle Einzeltherapie als auch in spezifischen Gruppen statt. Sie besteht aus mehreren Stunden und hat im Wesentlichen das Ziel, die ADHS-Betroffenen zu Experten ihrer seelischen Erkrankung auszubilden.

Zur medikamentösen Therapie stehen wie bei anderen seelischen Erkrankungen mittlerweile mehrere effektive und gut verträgliche Medikamente zur Auswahl, welche, je nach Ausprägung der ADHS, Beeinträchtigung der Lebensqualität und des Funktionsniveaus der Betroffenen, im Rahmen des Gesamtbehandlungsplans zur Anwendung kommen können.  Neben der betroffenen ADHS-Kernsymptomatik beeinflusst eine gute medikamentöse Einstellung häufig auch die Komorbiditäten (wie Depression, Ängste, Essstörungen, Suchterkrankungen) und Begleitumstände (wie Unfallrate) ADHS-Betroffener positiv.

In der Psychotherapie lernen Betroffene mit Stress und Gefühlen besser umzugehen, sich selbst achtsamer wahrzunehmen und zwischenmenschliche Beziehungen angemessen zu gestalten. Auch die Strukturierung des Alltags sowie die Planung weiterer alltäglicher Handlungen werden durch die Psychotherapie vermittelt. Ein vielfältiges Angebot im Rahmen der Entspannungsverfahren und Sporttherapie ergänzt die Behandlung und verhilft zur inneren Ruhe und Gelassenheit.

Definition – Was ist eine
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung?

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist mit einer Häufigkeit von rund 5 Prozent eine der häufigsten neurobiologischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Entgegen früherer Annahmen „wächst“ sich die Aufmerksamkeitsdefizit- sowie Hyperaktivitätsstörung bei einem überwiegenden Anteil der ADHS-Kinder und -Jugendlichen leider nicht „aus“. Über 50 Prozent von ihnen haben auch im Erwachsenenalter noch zahlreiche ADHS-Anzeichen, welche sie in ihrem privaten und beruflichen Leben weiter stark beeinträchtigen.

Symptome im Erwachsenenalter umfassen häufig wie im Kindesalter eine stark interessenabhängige, rasch nachlassende Aufmerksamkeit, leichte Ablenkbarkeit, Verträumtheit, Zerstreutheit und Vergesslichkeit. Häufig sind die Betroffenen ungeduldig und machen Flüchtigkeitsfehler. Sehr oft haben sie Probleme, sich zu organisieren, klagen über ein schlechtes Zeitgefühl/Zeitmanagement und haben Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen. Zudem ist Prokrastination (der sog. „Aufschieberitis“) ein häufiges Symptom bei ADHS, unter dem viele Betroffene leiden. Die Hyperaktivität, welche ein Kernsymptom im Kindesalter ist, tritt nach der Pubertät oft in den Hintergrund, dafür klagen Betroffene im Erwachsenenalter häufig über eine innere und motorische Unruhe und Getriebenheit sowie Schwierigkeiten, sich zu entspannen. Weiter leiden viele Menschen mit ADHS unter reaktiven Stimmungsschwankungen zum Positiven aber auch zum Negativen.

Erscheinungsbilder und Subtypen der Krankheit

Man hat früher zwischen ADHS und ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) unterschieden – bei letzterem fehlt die typische Hyperaktivität, die bei ADHS-Patienten auftritt. Heute wird zwischen unterschiedlichen Erscheinungsbilder, je nachdem, welche Symptome im Vordergrund stehen, unterschieden:

  • gemischtes Erscheinungsbild 
  • vorwiegend unaufmerksames Erscheinungsbild
  • vorwiegend hyperaktives/impulsives Erscheinungsbild

Erhöhtes Risiko für weitere psychische Störungen

ADHS begünstigt die Entwicklung weiterer psychischer Erkrankungen wie Angststörungen, Depression, Suchterkrankungen und Essstörungen und stellen damit ein hohes Risiko für die Betroffenen dar. Außerdem kommt es durch deren Verhaltensstörungen vermehrt zu Unfällen und Geschlechtskrankheiten. Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen führen zu häufigem Jobwechsel und einem geringen Selbstwertgefühl.

Ein „bewegendes” Zuhause auf Zeit

Unsere Kliniken sind allesamt Orte, die einen dazu „bewegen”, an sich und seiner Situation zu arbeiten: das Resultat daraus sind bewegende Erfahrungen und Momente. Schon der erste mutige Schritt in eine stationäre Behandlung zeigt doch, dass man bereit ist, sich von der Stelle und aus dem Leidensdruck herauszubewegen, um seine Lebensqualität zu verbessern. Neben dieser mentalen Bewegungsfreiheit, ist bei uns aber auch die physische Bewegungsfreude allgegenwärtig. Dafür nutzen wir gezielt die „natürlichen” Voraussetzungen unserer Schlösser, z.B. die großzügigen eigenen Parkanlagen. Zusätzlich schaffen wir aber auch hochmoderne, außergewöhnliche „Bewegungsräume”, die die perfekte Ergänzung zu den Outdoor-Gegebenheiten bieten.

Ursachen –
Wie entsteht ADHS?

Wie die Erkrankung genau ausgelöst wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Allerdings gibt es bereits einige Erkenntnisse zu möglichen Einflussfaktoren. Für ADHS sind vorwiegend genetische Faktoren verantwortlich, es gibt aber auch Umweltfaktoren, die diese Erkrankung begünstigen. Dazu gehören Belastungen in der Schwangerschaft und ungünstige psychosoziale Bedingungen. Am wahrscheinlichsten als Ursache von ADHS ist jedoch ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen genetischen und Umweltfaktoren, die zu einer Entwicklungsstörung des Gehirns führt, welches die Symptomatik der ADHS verursacht. Eine mögliche Ursache liegt somit in der erblichen Vorbelastung, vor allem in Veränderungen bei den Erbinformationen. Nikotin-, Alkohol- oder Drogenkonsum während der Schwangerschaft oder Sauerstoffmangel bei der Geburt können ebenso zu einer Entwicklung von ADHS beitragen. Nicht zuletzt erhöhen auch familiäre und schulische Einflüsse das Risiko. Eine mögliche vorhandene Belastung der Eltern durch ADHS kann sich auf die betroffenen Kinder oder Jugendlichen zusätzlich negativ auswirken, ebenso wie familiäre Instabilität oder Inkonsequenz in der Erziehung.

Störung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Aktivitätsniveau

Die Betroffenen sind häufig desorganisiert, oftmals überaktiv und emotional instabil. Zudem wirken sie zerstreut, lassen sich leicht ablenken, treffen unbedachte Entscheidungen, neigen zu Tagträumereien und beklagen innere Unruhe und rasche Stimmungswechsel, die sich durch Impulsivität ausdrücken. Allerdings ist zu vermerken, dass nicht alle diese Symptome gleichzeitig vorhanden sein müssen. Außerdem ist es möglich, dass manche Symptome stärker ausgeprägt sind als andere. Eine auffällige Impulsivität muss nicht zwangsläufig auch mit einer starken Aufmerksamkeitsstörung und einer starken Hyperaktivitäts-Störung einhergehen. Es gibt also nicht das eine symptomatische Krankheitsbild bei der Diagnose ADHS, das immer gleich auftritt, sondern je nach Patient können unterschiedliche Symptome mit unterschiedlichen Ausprägungen vorkommen.


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