Ältere Frau am Nachdenken, während Ihr Hinterkopf in Puzzlestücke aufgeht, um eine inhaltliche Denkstörung darzustellen

Vergess­lichkeit / Konzen­trations­schwäche

Sammeln Sie Ihre Gedanken

Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren? Vergessen Sie häufig etwas? Falls Ihr Leben durch das Vergessen geprägt und Ihre Aufmerksamkeitsspanne immer kleiner wird, achten Sie bewusst darauf, ob diese Phase anhaltend ist! Achtung, Konzentrationsstörungen sind nicht nur „Kinderkrankheiten”, sondern auch bei Erwachsenen gängig und können verschiedene psychische und physische Ursachen haben.

Was sind Verges­slichkeit und
Konzentrations­schwäche?

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Das häufige Vergessen ist eine Gedächtnisstörung, bei der Erinnerungen nicht richtig aus dem Gedächtnis abgerufen werden und auch die Merkfähigkeit beeinträchtigt wird. Bei Konzentrationsschwächen als weiterer Form einer Gedächtnisstörung können sich Betroffene beim Arbeiten oder in der Freizeit nicht mehr richtig auf eine bestimmte Sache konzentrieren. Sie haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken. Ihre Gedanken schweifen oft ab und sie befassen sich daraufhin mit völlig anderen Dingen als zuvor. Um eine professionelle Diagnose und ganzheitliche Therapie gewährleisten zu können, empfehlen wir Betroffenen den Aufenthalt in unserer spezialisierten Privatklinik. 

Behandlung von
Vergesslich­keit und Konzentrations­schwächen

Etwas oder jemanden zu vergessen, bedeutet nicht automatisch, dass der Mensch an einer Alzheimer-Krankheit oder an einer anderen Form der Demenz erkrankt ist. Vorübergehende Erinnerungslücken sind meist nur ein Hinweis auf Überforderung, Stress, Übermüdung, eine Konzentrationsschwäche oder äußere und innere Konflikte. Werden häufig Dinge vergessen oder treten andere Formen der Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung verstärkt auf, sollte durch einen Arzt geklärt werden, ob möglicherweise eine beginnende Demenz oder eine anderweitige Gedächtnisstörung vorliegt. Bei entsprechender Diagnose sollte frühzeitig eine Therapie in Anspruch genommen werden, um den Verlauf einer Demenzerkrankung, anderen neuropsychologischen oder rein neurologischen Erkrankungen sowie einer Amnesie oder Alzheimer zu mildern. Auch Kinder können betroffen sein – ADHS äußert sich durch Konzentrationsprobleme und Impulsivität der jungen Patienten.

Wie werden Vergesslichkeit und Konzentration­sstörungen behandelt? 

Die Behandlung richtet sich nach der primären Erkrankung, in deren Rahmen zunehmende Vergesslichkeit und häufiges Vergessen auftreten. Es geht immer darum, die zugrunde liegende Störung zu behandeln, da die übersteigerte Vergesslichkeit lediglich ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung ist. Bei Patienten mit psychischen Erkrankungen kann, je nach Art der Krankheit, eine Psychotherapie in einer Psychiatrie helfen, die geistige Leistungsfähigkeit wieder zu steigern. Auch eine medikamentöse Begleitung ist insbesondere bei Patienten mit Angsterkrankungen und Depressionen denkbar. Neuropsychologischen Demenz-Krankheiten (z. B. Demenz und Alzheimer-Demenz) können nicht geheilt, sondern nur durch Training und Medikamente in ihrem Verlauf gebremst werden. Ebenfalls wirken Entspannungsverfahren wie Yoga oder Autogenes Training positiv auf das Gedächtnis. Bei dieser Form der Therapie wird der negative psychische Stress der Patienten weiter reduziert, sodass erneut Kapazitäten für die Leistung des Gedächtnisses freigeben werden können.


Was kann man bei Vergesslichkeit und Konzentrations­schwächen tun?

Ein regelmäßiges Gedächtnistraining kann helfen, die geistige Fitness selbst zu erhalten und auch im höheren Alter, wenn sein Gedächtnis durch das Wegfallen der täglichen Arbeit weniger stark gefördert wird, einer potenziellen Entwicklung in Richtung von Alzheimer oder Demenz früh entgegenzuwirken. Unter anderem Kreuzworträtsel oder Sudoku können eine gute kognitive Forderung des Gehirns im Alltag sein. Auch eine entsprechende kognitive Freizeitaktivität wie Schach ist zu empfehlen, um die geistige Fähigkeit regelmäßig zu fordern. Ausdauersport kann sich zudem als langfristige Maßnahme positiv auf die mentale Leistung des Gehirns auswirken und gleichzeitig dem Vergessen entgegenwirken. Die sogenannte Brain Gym Methode wird durch körperliche Bewegung die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Gehirns gesteigert. Klinische Studien zeigen, dass neben viel Bewegung auch ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, Stress zu reduzieren und so einer Gedächtnisstörung vorzubeugen beziehungsweise diese zu verlangsamen. 

Tipps für den Alltag

  • achten Sie auf einen gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung

  • betreiben Sie Ausdauersport, Yoga oder die Brain Gym-Methode zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Gehirns

  • wenn Sie keiner beruflichen Arbeit mehr nachgehen, suchen Sie sich andere Aufgaben für Ihren Kopf, etwa Bauprojekte oder unterstützen Sie andere bei ihren (Schul-)Aufgaben

  • trainieren Sie regelmäßig Ihr Gedächtnis durch Rätsel wie Sudoku oder kognitive Freizeitaktivitäten, zum Beispiel Schach

Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

+49 2235 4665 2500

Wie äußern sich Vergesslichkeit und Konzentrations­schwächen?

Die Störung des Gedächtnisses wirkt sich auf unterschiedliche Weise auf das Gehirn und dessen Funktionen aus. Betroffene können sich nicht mehr ohne Weiteres auf eine Aufgabe konzentrieren. Auch auf das Abrufen von Erinnerungen aus dem Gedächtnis sowie die Fähigkeit, sich Dinge zu merken, wird beeinträchtigt; wodurch das Ausführen von Arbeiten im privaten sowie beruflichen Kontext erschwert wird. Es sollten jedoch keine vorschnellen Schlüsse auf eine Gedächtnisstörung (z. B. Demenz) gezogen werden, denn es ist in jedem Fall genau zu betrachten, ob der Störung seelische oder körperliche Erkrankungen zugrunde liegen. 

Bei welchen seelischen Erkrankungen treten Vergesslichkeit und Konzentrationsschwächen auf?

Bei einer Depression können kognitive Einbußen so stark ausgeprägt sein, dass man von einer „Pseudo-Demenz“ spricht; dies ist auch bei der Parkinson-Krankheit möglich. Hier kann es auch zu Aufmerksamkeitsdefiziten, Störungen der Konzentration sowie Gedächtnisstörungen kommen. Da der Körper ohnehin mit Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit durch eine anhaltende Schlafstörung belastet ist, fällt betroffenen Patienten auch kognitive Funktionen – das Denken – schwerer. Sie leiden nicht nur unter negativen Gedanken, sondern werden auch in ihrer kognitiven Leistung gehemmt. Dinge zu planen, Ziele zu definieren oder eigene Entscheidungen zu treffen, fällt ihnen dabei besonders schwer. Nicht zuletzt können auch Angststörungen das Gehirn beeinflussen und Vergesslichkeit sowie weitere kognitive Defizite hervorrufen.

Bei welchen körperlichen Erkrankungen treten Vergesslichkeit und Konzentrationsschwächen auf?

Vergesslichkeit kann als Demenzerkrankung im Rahmen verschiedener körperlicher Erkrankungen auftreten. Es gibt etwa 50 verschiedene Varianten der Demenz. Einige zeigen die Beeinträchtigung, neue Denk- und Bewusstseinsinhalte aufnehmen zu können; die sogenannte anterograde Amnesie. Die häufigste Form der kognitiven Störung mit der Diagnose „Demenz“ ist dabei Morbus Alzheimer. Hiervon sind meist ältere Menschen betroffen. Es sind jedoch auch Fälle bekannt geworden, bei denen die Alzheimer-Erkrankung bei jüngeren Menschen festgestellt wurde. Neben Alzheimer zählt auch die vaskuläre Demenz zu den häufigsten demenziellen neurodegenerativen Erkrankungen. Bei vaskulärer Demenz ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn auslösende Ursache dieser Gedächtnisstörung.

Diagnostik – wie werden Vergesslichkeit und Konzentrationsschwächen festgestellt?

Wenn Störungen des Gedächtnisses oder der Konzentration über mehrere Monate festgestellt werden, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Am besten geeignet ist der Hausarzt, der den Patienten meist schon seit Längerem kennt und die Situation besser beurteilen kann. Neben körperlichen Beschwerden werden das aktuelle Empfinden und damit zusammenhängende Beschwerden ermittelt. Die Diagnose bezieht idealerweise auch die Schilderung der Angehörigen sowie die Lebensumstände des Betroffenen ein.

"Wir kümmern uns um Sie, Ihren Körper und Ihre Seele."

Prof. Dr. med. Aglaja Stirn

Stellvertretende Klinikdirektorin
Libermenta Klinik Schloss Tremsbüttel

Ursachen von Vergesslichkeit und Konzentrations­schwächen

Nicht nur ein geschwächtes Konzentrationsvermögen und Vergesslichkeit können Folge von Stress, körperlicher und seelischer Erschöpfung sowie Müdigkeit sein. Diese Ursachen sind Belastungsfaktoren im Alltag jedes Menschen, die kognitive Einbußen hervorrufen können. Des Weiteren bedingen Flüssigkeits- und Nahrungsmangel sowie Medikamente (zum Beispiel Beruhigungsmittel) das Vergessen sowie die Konzentration. Aber auch Alkoholmissbrauch (mit der möglichen Folge des Korsakow-Syndroms) oder der Missbrauch von Medikamenten können kognitive Störungen hervorrufen und dem Gehirn bleibende neurologische Schäden zufügen. Auch Krankheiten, die den Körper schwächen, können Gedächtnisstörungen verursachen; hierunter zählen unter anderem folgende: Schilddrüsenerkrankungen, Herzschwächen, Fieber, Vitamin-B12-Mangel-Anämie oder bestimmte Infektionen.

Eine retrograde Amnesie ist eine besondere Form des Vergessens, bei der sich Betroffene an bestimmte Ereignisse nicht mehr erinnern können. Retrograde Gedächtnisstörungen treten meist nach traumatischen Erlebnissen auf und dienen, als Symptom einer Posttraumatischen Belastungsstörung, als Schutzfunktion für die Psyche. Des Weiteren neigt das Gehirn schneller dazu, im Rahmen von HIV-Erkrankungen, Nervenerkrankungen (wie Chorea Huntington) oder auch bei Parkinson-Erkrankungen Dinge zu vergessen und Informationen nicht dauerhaft in das Gedächtnis aufzunehmen. Auch bei der neurologischen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit können neben dem häufigen Vergessen ebenfalls Konzentrationsstörungen auftreten. Eine weitere Erkrankung, bei der primär die Konzentrationsschwäche ein typisches Symptom ist, ist das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS). Zusätzlich können eine kurzzeitige Amnesie sowie eine Demenz durch äußere Faktoren auch bei bisher gesunden Menschen auftreten. Eine solche Ursache für eine Diagnose im Rahmen der Gedächtnisstörungen kann ein Schädel-Hirn-Trauma sein.


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