Ein Mann blickt hoffnungslos aus dem Fenster und stützt sein Gesicht in der Handfläche auf

Akute Belastungs­reaktion

Wir helfen: Hier & Jetzt!

Es ist, als ob das „Nervenfass” einfach überläuft: Ein Moment, ein Ereignis, etwas Gesehenes – wenn die menschliche Seele ein schweres, traumatisches Ereignis einfach nicht mehr verarbeiten kann, kann ein kompletter Zusammenbruch die Folge  sein. So eine akute „Übersprungreaktion” kann ganz plötzlich auftreten, aber langwierige und schwerwiegende Folgen für Psyche und Physis haben.  

Behandlung 
einer akuten Belastungs­reaktion

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Nach schwerwiegenden, seelischen oder körperlichen Ereignissen kann es zu einer akuten Belastungsreaktion kommen. Der Organismus verfällt als Folge des außergewöhnlich belastenden Ereignisses quasi in einen seelischen Schockzustand. Betroffene zeigen meist wenige Minuten oder Stunden nach dem Ereignis Symptome wie Angst, Unruhe, Herzrasen sowie Schwitzen, Übelkeit und Erinnerungslücken. Eine abrupte Reaktion auf Belastungen kann im Allgemeinen jeden treffen. Das Fachpersonal der Libermenta Kliniken begleitet Sie empathisch durch die Krise und zurück zu Ihrer seelischen Gelassenheit sowie inneren Stabilität.

Der Mensch im Fokus

Können Sie einfach nicht mehr in Ihr normales Leben zurück? Sind Wut, Angst, Trauer und eine gedrückte Gefühlslage zu Ihren ständigen Begleitern geworden? Wenn ein schlimmes Erlebnis Sie einfach nicht mehr loslässt und Sie das Gefühl haben, dass dieser belastende Leidensdruck weder im „Hier & Jetzt” noch im perspektivischen „Irgendwann” abnimmt – oder viel schlimmer noch, sich sogar noch steigert – dann ist es an der Zeit zu handeln. Es ist keine Schwäche und keine Schuldfrage, wenn ein Trauma so schlimm belastet, dass man damit alleine nicht mehr fertig wird. Dinge geschehen, die Vergangenheit kann nicht geändert werden, aber die Gegenwart und die Zukunft gehören wieder Ihnen, wenn Sie Hilfe zulassen.

Wir sind für Sie da

Verfolgt Sie ein seelisch tiefgreifendes Ereignis und fühlen Sie sich wie  „neben der Spur“? Bei uns können Sie wieder Fuß fassen.

+49 2235 4665 2500

Mögliche Therapie­verfahren bei einer akuten Belastungs­reaktion

Bleibt die Symptomatik als Reaktion auf ein schweres Ereignis länger bestehen, sollte professionelle Hilfe aufgesucht und eine Behandlung der Störung begonnen werden, um den Betroffenen vor der Entstehung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu bewahren. Diverse Formen der Psychotherapie eignen sich für die Behandlung des psychischen Schocks. Doch wenn betroffenen Personen die Worte fehlen, können nonverbale Therapien – wie die Musik- oder Kunsttherapie – helfen, durch Gestaltung die Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Zudem hilft die psychotherapeutische traumafokussierte Therapie dabei, die Verbindung zwischen dem traumatischen Ereignis und negativen Emotionen und Gedanken zu entkoppeln sowie wieder ein unbeschwerteres Leben führen zu können.

Was ist eine akute Belastungs­reaktion?

Bekannt ist die Belastungsstörung im Volksmund auch unter dem sogenannten „Nervenzusammenbruch“. Eine solch starke, psychische Reaktion zeigt der Körper als Folge auf eine traumatische Erfahrung. Diese Erfahrung kann etwa eine Grenzüberschreitung (z. B. Gewalterfahrung) oder eine Verlustsituation (z. B. Versterben eines Nahestehenden) sein. Eine abrupte Reaktion auf solch traumatische Ereignisse sind eine normale Reaktion der menschlichen Psyche, die die Seele vor den Auswirkungen besonders bedrohlicher Ereignisse zu schützen versucht.

Körperliche und psychische Symptome der Störung

Aus medizinischer Sicht sind akute Reaktionen auf eine belastende Situation dann problematisch, wenn die psychischen Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Als typisches Symptom auf die reaktive, psychische Belastung beschreiben Betroffene das Gefühl, wie betäubt (Bewusstseinseinengung) oder nicht mehr sie selbst zu sein (dissoziative Symptome). Häufig leiden sie unter Symptomen der Desorientiertheit oder unter Gefühlsschwankungen, die sich von Angst über Traurigkeit bis hin zu Wut äußern können. Nicht selten kommt es zu Erinnerungslücken im Zeitfenster des traumatischen Erlebnisses. Zu derartigen seelischen Symptomen können auch körperliche Symptome hinzukommen. Besonders häufig sind: starke Anzeichen von Stress, Herzrasen, Unruhe oder Übelkeit. 


Spätfolgen einer akuten Belastungsstörung

Kann die Seele das traumatische Ereignis nicht ausreichend verarbeiten, weil die Coping-Strategien (also die zur Verfügung stehenden eigenen Bewältigungsstrategien) unzureichend sind, kann sich aus einer kurzzeitig akuten Belastungsreaktion eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln. Manifestiert sich eine PTBS, so sind Betroffene häufig von Flashbacks, Intrusionen und Albträumen geplagt, wodurch sie das Trauma immer und immer wieder erleben. Dies kann zu dazu führen, dass bestimmte Orte traumatisch besetzt sind und vermieden werden. Unter Umständen ziehen sich viele Betroffene aus dem Alltag sowie ihrem sozialen Gefüge zurück, sind über die Maßen schreckhaft und leiden im Verlauf unter sekundären psychischen Erkrankungen.

Orte der Kraft

Kennen Sie das Gefühl, dass die Welt und das eigene Leben „seit diesem Moment” einfach aus den Fugen geraten sind? Man bekommt nichts mehr in den Griff und der Alltag ist weder erlebbar noch lebbar, weil Seele & Körper einfach keinen Frieden mehr finden. Es ist schlimm, wenn man sich hilflos  in seinem eigenen Ich und in der Situation gefangen fühlt. Trauer, Angst oder Hoffnungslosigkeit sind Vorboten der totalen Überlastung, Erschöpfung und Abgespanntheit, die körperliche Reaktion daraus. Wir können Ihnen nicht nur die beste therapeutische Möglichkeit anbieten, Ihre akute psychische Belastung zu verbessern, wir können Ihnen auch die allerbesten räumlichen Voraussetzungen dafür schaffen, Ihren Seelenzustand wieder zu kräftigen.

Wie entsteht
eine akute Belastungs-
reaktion?

Diese psychische Störung tritt als Folge schwer belastender Ereignisse auf. Es ist dabei irrelevant, ob man das traumatische Ereignis selbst erlebt oder dies – etwa als sozialer Helfer – beobachtet. Es ist möglich, dass genetische Komponenten manche Personen anfälliger für eine Belastungsstörung machen als andere.


Risikofaktoren

Insbesondere Menschen mit einer gesteigerten seelischen Vulnerabilität sowie Personen mit unzureichenden Bewältigungsstrategien weisen ein erhöhtes Risiko für die Ausprägung einer akuten Belastungsreaktion auf. Erschöpfungszustände oder vorherige Erkrankungen können dieses Risiko weiter erhöhen. Die häufigsten Ursachen für die Entstehung dieser Störung ist das Erleben von folgenden Situationen:

  • Verlust einer nahestehenden Person,
  • Gewalterfahrung (sozialer Kontext),
  • Grenzüberschreitung / sexueller Missbrauch,
  • schwerer Unfall / Naturkatastrophe,
  • Kriegs- und Fluchterfahrung, 
  • Raubüberfall / Terroranschlag.

Differenzierte Diagnose einer psychischen Belastungsreaktion

Die Diagnose einer akuten Belastungsreaktion bzw. akuten Belastungsstörung wird von anderen Störungen (z. B. Anpassungsstörung) abgegrenzt. Die akute Reaktion auf extreme seelische oder körperliche Belastungen kann ggf. eine normale Reaktion auf eine Situation weit übersteigen. Bleiben psychische Beeinträchtigungen für mehrere Tage bestehen, kann von einer schweren Belastungsreaktion ausgegangen werden, die es vorab von der Symptomatik einer Anpassungsstörung zu differenzieren gilt. Zu unterscheiden ist die gewöhnliche Belastungsreaktion, die spätestens 48 Stunden nach dem drastischen Ereignis abklingt. Eine akute Belastungsreaktion hingegen sorgt bis zu vier Wochen für hohen Leidensdruck. Bleibt sie unbehandelt, kann eine akute posttraumatische Belastungsstörung (akute PTBS) entstehen, bei der Betroffene monatelang unter den seelischen Folgen des Traumas leiden. Hält dieser Zustand an, ist von einer chronischen posttraumatischen Belastungsstörung (chronische PTBS) zu sprechen, die die Lebensqualität des Betroffenen dauerhaft einschränkt.

 


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