Unterstützung bei Tics
Tics
Tics können für Betroffene sehr belastend sein. Unkontrolliertes Zucken, plötzliche Bewegungen oder unwillkürliche verbale Äußerungen können besonders im öffentlichen Raum Scham, Unsicherheit und sozialen Rückzug verstärken.

Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was versteht man unter Tics?
Bei einem Tic handelt es sich um eine plötzliche, schnelle und komplexe motorische Kontraktion einzelner Muskeln oder Muskelgruppen. Tics gehören zu den neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen. Wenn sie sich nonverbal zeigen, können sie einem unwillkürlichen Zucken ähneln.
Im sozialen Umfeld fallen Tics häufig durch wiederholte, unwillkürliche vokale Äußerungen auf. Für Betroffene kann daraus ein erheblicher Leidensdruck entstehen, besonders wenn sie gehänselt werden oder immer wieder hören, sie sollten diese vermeintliche „Angewohnheit“ einfach unterlassen.
Symptome
Wie äußern sich Tics?
Tics können in verschiedenen Formen auftreten. Bei einem motorischen Tic zeigen sich Muskelkontraktionen häufig im Gesicht. Möglich sind zum Beispiel ständiges Blinzeln, Stirnrunzeln, Hochziehen der Augenbrauen, Grimassieren oder Kopfwerfen.
Mögliche Formen sind:
motorische Tics
komplexe motorische Tics
vokale Tics
komplexe vokale Tics
chronische Tic-Störung
vorübergehende Tic-Störung
Tourette-Syndrom als besondere Form der Tic-Störung
Bei komplexen motorischen Tics können ganze Bewegungsabläufe auftreten. Dazu zählen Wurfbewegungen, Hüpfen, Klatschen oder Springen bis hin zu selbstverletzendem Verhalten wie Schlagen oder Beißen.
Vokale Tics zeigen sich durch Lautbildungen wie Räuspern, Pfeifen, Schnalzen oder Grunzen. Bei komplexen vokalen Tics können ganze Wörter oder Sätze auftreten. Auch die Wiederholung eigener oder fremder Wörter oder Sätze kann vorkommen.


Unterstützung bei Tics
Kommt Ihre Seele nicht zur Ruhe?
Wenn Tics den Alltag, soziale Situationen oder das Selbstwertgefühl belasten, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Gerade bei Scham, sozialem Rückzug oder starkem innerem Druck sollte das Symptom ernst genommen und fachlich eingeordnet werden.
Unsere Klinik bietet einen geschützten Raum der Ruhe und Regeneration. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot.

Wie entstehen Tics?
Ursachen von Tics
Für die Ursachenbestimmung ist die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Tics wichtig. Tritt ein Tic ohne diagnostizierbare Ursache auf, handelt es sich um einen primären Tic. Liegt eine bestimmte Erkrankung zugrunde, spricht man von einem sekundären Tic.
Die Ursache primärer Tics ist derzeit nicht abschließend geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass eine Störung bestimmter Botenstoffe im Gehirn eine Rolle spielt. Medikamente oder Stress können Transmittersysteme beeinflussen und sich negativ auf Tics auswirken. Positive Emotionen können Tics dagegen verringern.
Sekundäre Tics können durch Erkrankungen oder Einwirkungen entstehen, zum Beispiel:
Hirn- und Hirnhautentzündung
Schädel-Hirn-Trauma
Tumore
Medikamente, die das Transmittersystem beeinflussen
Vergiftungen
Tics lindern
Was kann man gegen Tics tun?
Da Stress ein häufiger Auslöser ist, kann eine möglichst stressarme Umgebung hilfreich sein. Das betrifft nicht nur die alltägliche Gestaltung, sondern auch die gesamte Lebensweise, die Berufswahl und das Arbeitsumfeld.
Hilfreich kann außerdem sein, genauer zu prüfen, woher der Tic stammen könnte. Psychotherapeutische Verfahren können dabei unterstützen, mögliche Zusammenhänge mit der inneren Einstellung zu erkennen. Wenn Stress zum Beispiel durch bestimmte Verhaltensweisen wie Perfektionismus entsteht, kann dieser Zusammenhang therapeutisch betrachtet werden.
Auch Entspannungstechniken können unterstützend wirken.
TIPPS FÜR DEN ALLTAG
Tics können den Alltag, soziale Situationen und das eigene Sicherheitsgefühl deutlich belasten. Im Alltag können kleine Routinen helfen, Stress bewusster zu reduzieren, Tic-Impulse besser wahrzunehmen und unterstützende Strategien wie Entspannung, Aufklärung des Umfelds oder gezielte Gegenbewegungen regelmäßiger einzubinden.
Entspannung regelmäßig in den Alltag integrieren, zum Beispiel durch Meditation oder Yoga
das Umfeld über die Erkrankung aufklären, damit mehr Verständnis entstehen kann
aufkommende Energie bewusst in bestimmte Bahnen lenken, zum Beispiel durch das Ballen der Hände zu einer Faust
Therapiemöglichkeiten
Behandlung von Tics
Es gibt verschiedene Ansätze, die den Leidensdruck bei Tics lindern können. Dazu zählen eine umfassende Aufklärung und Beratung des sozialen Umfelds, Psychoedukation und verhaltenstherapeutisches Habit-Reversal-Training.
Tiefenpsychologische Psychotherapien und Psychoanalysen werden bei Tics als ungeeignet eingeordnet, da die Ursache nicht psychogen, sondern organisch ist. Unterstützend können die Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung eingesetzt werden.
Bei schweren, komplexen und chronischen Formen von Tics, etwa beim Tourette-Syndrom, kann eine pharmakologische Therapie notwendig sein.

Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern
Tics gehören zu den neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen. Eine besondere Form der Tic-Störung ist das Tourette-Syndrom. Dabei können mehrere motorische Tics oder mehrere vokale Tics auftreten. Grundsätzlich treten zunächst motorische Tics auf, bevor sich ein vokaler Tic verfestigt.
Stress kann Tics verstärken. Auch innere Stressfaktoren, zum Beispiel bestimmte Verhaltensweisen wie Perfektionismus, können im Zusammenhang mit Tics betrachtet werden.

Tics einordnen
Welche Formen von Tics gibt es?
Tics können motorisch oder vokal auftreten. Zudem wird unterschieden, ob sie vorübergehend bestehen, chronisch verlaufen oder im Rahmen eines Tourette-Syndroms auftreten.
Motorische Tics
Motorische Tics zeigen sich durch Muskelkontraktionen, häufig im Gesicht. Beispiele sind ständiges Blinzeln, Stirnrunzeln, Hochziehen der Augenbrauen, Grimassieren oder Kopfwerfen.
Komplexe motorische TicsKomplexe motorische Tics umfassen ganze Bewegungsabläufe. Dazu zählen Wurfbewegungen, Hüpfen, Klatschen oder Springen bis hin zu selbstverletzendem Verhalten wie Schlagen oder Beißen.
Vokale TicsVokale Tics äußern sich durch Lautbildungen. Dazu können Räuspern, Pfeifen, Schnalzen oder Grunzen gehören.
Komplexe vokale TicsKomplexe vokale Tics zeigen sich durch ganze Wörter oder Sätze. Auch die Wiederholung fremder oder eigener Wörter oder Sätze kann auftreten. Betroffen sind dabei Muskelgruppen wie Zwerchfell, Zunge oder Rachenmuskel.
Vorübergehende Tic-Störung
Hält ein Tic weniger als zwölf Monate an und äußert sich ausschließlich motorisch, handelt es sich um eine vorübergehende Tic-Störung.
Chronische Tic-Störung
Dauert eine Tic-Störung länger als zwölf Monate an, handelt es sich um eine chronische Tic-Störung.
Tourette-Syndrom
Das Tourette-Syndrom ist eine besondere Form der Tic-Störung. Dabei äußert sich der Zwang durch mehrere motorische Tics oder mehrere vokale Tics. Grundsätzlich treten zunächst motorische Tics auf, bevor sich ein vokaler Tic verfestigt.
Primäre Tics
Primäre Tics treten ohne diagnostizierbare Ursache auf.
Sekundäre Tics
Sekundäre Tics entstehen durch eine bestimmte Erkrankung oder Einwirkung, etwa durch Hirn- und Hirnhautentzündung, Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, Vergiftungen oder Medikamente, die das Transmittersystem beeinflussen.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Martin Mitzkus
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental

Lena Erdmann
Patientenmanagement Klinik Schloss Lütgenhof
Unsere Standorte
Hilfe bei Tics in unseren Privatkliniken
An den Standorten Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen, Schloss Freudental in Baden-Württemberg und Schloss Lütgenhof bei Lübeck nahe der Ostsee unterstützt Libermenta Menschen, die unter Tics leiden. Die Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht bei Köln

Unsere Privatklinik Schloss Freudental bei Stuttgart

Unsere Partnerklinik Schloss Lütgenhof nahe der Ostsee
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Tics können besonders belastend sein, wenn sie im öffentlichen Raum auftreten. Unkontrolliertes Zucken, plötzliche Bewegungen oder unwillkürliche verbale Äußerungen können Scham, Unsicherheit und sozialen Rückzug verstärken. Der Leidensdruck steigt häufig zusätzlich, wenn das Umfeld die Symptome als schlechte Angewohnheit missversteht oder Betroffene wiederholt auffordert, die Tics zu unterlassen.
Primäre Tics treten ohne diagnostizierbare Ursache auf. Die Ursache primärer Tics ist derzeit nicht abschließend geklärt. Sekundäre Tics entstehen dagegen durch eine bestimmte Erkrankung oder Einwirkung, zum Beispiel durch Hirn- und Hirnhautentzündung, Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, Vergiftungen oder Medikamente, die das Transmittersystem beeinflussen.
Stress kann Tics verstärken. Deshalb kann eine möglichst stressarme Umgebung hilfreich sein. Das betrifft nicht nur die alltägliche Gestaltung, sondern auch die Lebensweise, die Berufswahl und das Arbeitsumfeld. Auch innere Stressfaktoren, zum Beispiel bestimmte Verhaltensweisen wie Perfektionismus, können im Zusammenhang mit Tics betrachtet werden.
Ja. Positive Emotionen können Tics verringern. Medikamente oder Stress können dagegen Transmittersysteme beeinflussen und sich negativ auf Tics auswirken.
Aufklärung kann helfen, mehr Verständnis für die Erkrankung zu schaffen. Wenn das Umfeld Tics nicht als schlechte Angewohnheit bewertet, können Scham, Hänseleien und sozialer Rückzug reduziert werden. Eine umfassende Aufklärung und Beratung des sozialen Umfelds kann deshalb ein wichtiger Bestandteil im Umgang mit Tics sein.
Tiefenpsychologische Psychotherapien und Psychoanalysen werden bei Tics als ungeeignet eingeordnet, da die Ursache nicht psychogen, sondern organisch ist. Stattdessen können unter anderem Psychoedukation, Beratung des Umfelds, verhaltenstherapeutisches Habit-Reversal-Training, Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Entspannungsverfahren eingesetzt werden.







