Tics

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Bei einem Tic handelt es sich um eine plötzliche, schnelle und komplexe motorische Kontraktion einzelner Muskeln oder Muskelgruppen. Tics gehören zu den neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen. Wenn sie sich nonverbal zeigen, können sie einem unwillkürlichen Zucken ähneln.
Im sozialen Umfeld fallen Tics häufig durch wiederholte, unwillkürliche vokale Äußerungen auf. Für Betroffene kann daraus ein erheblicher Leidensdruck entstehen, besonders wenn sie gehänselt werden oder immer wieder hören, sie sollten diese vermeintliche „Angewohnheit“ einfach unterlassen.

  • motorische Tics

  • komplexe motorische Tics

  • vokale Tics

  • komplexe vokale Tics

  • chronische Tic-Störung

  • vorübergehende Tic-Störung

  • Tourette-Syndrom als besondere Form der Tic-Störung

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Sekundäre Tics können durch Erkrankungen oder Einwirkungen entstehen, zum Beispiel:

  • Hirn- und Hirnhautentzündung

  • Schädel-Hirn-Trauma

  • Tumore

  • Medikamente, die das Transmittersystem beeinflussen

  • Vergiftungen

Da Stress ein häufiger Auslöser ist, kann eine möglichst stressarme Umgebung hilfreich sein. Das betrifft nicht nur die alltägliche Gestaltung, sondern auch die gesamte Lebensweise, die Berufswahl und das Arbeitsumfeld.

Hilfreich kann außerdem sein, genauer zu prüfen, woher der Tic stammen könnte. Psychotherapeutische Verfahren können dabei unterstützen, mögliche Zusammenhänge mit der inneren Einstellung zu erkennen. Wenn Stress zum Beispiel durch bestimmte Verhaltensweisen wie Perfektionismus entsteht, kann dieser Zusammenhang therapeutisch betrachtet werden.

Auch Entspannungstechniken können unterstützend wirken.

  • Entspannung regelmäßig in den Alltag integrieren, zum Beispiel durch Meditation oder Yoga

  • das Umfeld über die Erkrankung aufklären, damit mehr Verständnis entstehen kann

  • aufkommende Energie bewusst in bestimmte Bahnen lenken, zum Beispiel durch das Ballen der Hände zu einer Faust

Es gibt verschiedene Ansätze, die den Leidensdruck bei Tics lindern können. Dazu zählen eine umfassende Aufklärung und Beratung des sozialen Umfelds, Psychoedukation und verhaltenstherapeutisches Habit-Reversal-Training.
Tiefenpsychologische Psychotherapien und Psychoanalysen werden bei Tics als ungeeignet eingeordnet, da die Ursache nicht psychogen, sondern organisch ist. Unterstützend können die Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung eingesetzt werden.
Bei schweren, komplexen und chronischen Formen von Tics, etwa beim Tourette-Syndrom, kann eine pharmakologische Therapie notwendig sein.

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Behandlungsfelder
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Tics können motorisch oder vokal auftreten. Zudem wird unterschieden, ob sie vorübergehend bestehen, chronisch verlaufen oder im Rahmen eines Tourette-Syndroms auftreten.

Motorische Tics zeigen sich durch Muskelkontraktionen, häufig im Gesicht. Beispiele sind ständiges Blinzeln, Stirnrunzeln, Hochziehen der Augenbrauen, Grimassieren oder Kopfwerfen.

Komplexe motorische Tics

Komplexe motorische Tics umfassen ganze Bewegungsabläufe. Dazu zählen Wurfbewegungen, Hüpfen, Klatschen oder Springen bis hin zu selbstverletzendem Verhalten wie Schlagen oder Beißen.

Vokale Tics

Vokale Tics äußern sich durch Lautbildungen. Dazu können Räuspern, Pfeifen, Schnalzen oder Grunzen gehören.

Komplexe vokale Tics

Komplexe vokale Tics zeigen sich durch ganze Wörter oder Sätze. Auch die Wiederholung fremder oder eigener Wörter oder Sätze kann auftreten. Betroffen sind dabei Muskelgruppen wie Zwerchfell, Zunge oder Rachenmuskel.


Vorübergehende Tic-Störung

Hält ein Tic weniger als zwölf Monate an und äußert sich ausschließlich motorisch, handelt es sich um eine vorübergehende Tic-Störung.


Chronische Tic-Störung

Dauert eine Tic-Störung länger als zwölf Monate an, handelt es sich um eine chronische Tic-Störung.

Tourette-Syndrom

Das Tourette-Syndrom ist eine besondere Form der Tic-Störung. Dabei äußert sich der Zwang durch mehrere motorische Tics oder mehrere vokale Tics. Grundsätzlich treten zunächst motorische Tics auf, bevor sich ein vokaler Tic verfestigt.


Primäre Tics

Primäre Tics treten ohne diagnostizierbare Ursache auf.


Sekundäre Tics

Sekundäre Tics entstehen durch eine bestimmte Erkrankung oder Einwirkung, etwa durch Hirn- und Hirnhautentzündung, Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, Vergiftungen oder Medikamente, die das Transmittersystem beeinflussen.

Martin Mitzkus

Martin Mitzkus

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Lena Erdmann

Lena Erdmann

An den Standorten Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen, Schloss Freudental in Baden-Württemberg und Schloss Lütgenhof bei Lübeck nahe der Ostsee unterstützt Libermenta Menschen, die unter Tics leiden. Die Privatkliniken bieten einen ruhigen Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung.

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