Autogenes Training
Autogenes Training kann eine alltagstaugliche Möglichkeit sein, Körper und Seele bewusst zur Ruhe kommen zu lassen. Viele Menschen verlieren in belastenden Lebensphasen den Zugang zu innerer Entspannung. Autogenes Training setzt genau hier an: Es unterstützt dabei, sich selbst gezielt Auszeiten zu ermöglichen, Anspannung wahrzunehmen und Ruhe schrittweise wieder einzuüben.


Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist autogenes Training?
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das auf Autosuggestion beruht. Gemeint ist die bewusste Selbstbeeinflussung durch wiederholte innere Formeln und gelenkte Aufmerksamkeit. Ziel ist es, über die Vorstellungskraft einen Zustand körperlicher und seelischer Ruhe zu fördern.
Das Verfahren gehört zum Bereich Entspannung und Körperwahrnehmung. In der Therapie kann es als ergänzender Baustein eingesetzt werden, insbesondere wenn Stress, innere Unruhe oder Anspannung eine Rolle spielen. Autogenes Training ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, kann diese aber im Rahmen eines individuellen Behandlungsplans sinnvoll ergänzen.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte konzentrative Selbstentspannung: Patientinnen und Patienten lernen, die Aufmerksamkeit bewusst auf Körperempfindungen wie Ruhe, Schwere, Wärme oder Atmung zu richten. Einmal erlernt, können die Übungen auch nach dem Klinikaufenthalt selbstständig angewendet werden.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Martin Mitzkus
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Dauer und Durchführung des autogenen Trainings
Autogenes Training wird unter therapeutischer Anleitung erlernt. Geschulte Therapeutinnen und Therapeuten führen durch die Übungen und unterstützen dabei, Entspannung bewusster wahrzunehmen, den eigenen Körper besser zu spüren und Selbstwirksamkeit zu erleben.
Eine Trainingseinheit dauert in der Regel etwa 20 bis 45 Minuten. Autogenes Training kann in Einzelsitzungen oder in der Gruppe stattfinden. Die Übungen werden meist im Sitzen oder Liegen durchgeführt.
Wie lange das Verfahren angewendet wird, hängt von der persönlichen Ausgangssituation, den Beschwerden und dem übrigen Therapieverlauf ab. Häufig reichen bereits wenige Stunden aus, um die Grundstufen kennenzulernen. Ob und wie lange Autogenes Training darüber hinaus fortgeführt wird, wird individuell entschieden.


Autogenes Training lernen: Ruhe, Schwere, Wärme und Atmung
Beim autogenen Training werden verschiedene Übungsformen genutzt. Dazu gehören unter anderem Ruheübungen, Schwereübungen, Wärmeübungen sowie Übungen zur Atmung.
Schwereübungen können dabei unterstützen, muskuläre Anspannung bewusster loszulassen. Wärmeübungen richten die Aufmerksamkeit auf eine angenehme Durchblutungsempfindung. Atemübungen helfen, den Atem ruhiger wahrzunehmen und den Körper in einen entspannteren Zustand zu begleiten.
Die Übungen folgen einem klaren inneren Ablauf. Patientinnen und Patienten sprechen sich gedanklich bestimmte Formeln vor und richten ihre Konzentration auf den entsprechenden Körperbereich. Am Ende des Trainings wird die Entspannung bewusst zurückgenommen, damit die Person wieder wach und aktiv in den Alltag zurückkehrt.
Selbstständige Anwendung im Alltag
Ein wichtiges Ziel des autogenen Trainings ist es, Entspannung nicht nur während der Therapie zu erleben, sondern sie später auch eigenständig abrufen zu können. Die erlernten Übungen können immer wieder angewendet werden, zum Beispiel in Phasen von Stress, innerer Unruhe oder Anspannung.
Autogenes Training kann dadurch zu einer persönlichen „Krafttankstelle“ im Alltag werden. Entscheidend ist, dass die Übungen regelmäßig und in einer Form praktiziert werden, die zur individuellen Lebenssituation passt.


Autogenes Training im therapeutischen Gesamtkonzept
Autogenes Training ist kein alleinstehendes Heilverfahren, sondern kann als ergänzende Methode innerhalb einer umfassenden Behandlung eingesetzt werden. Es kann psychotherapeutische, körperbezogene und weitere therapeutische Maßnahmen ergänzen, ersetzt diese aber nicht.
In unseren Privatkliniken wird individuell geprüft, ob autogenes Training für die jeweilige Person geeignet ist. Dabei spielen unter anderem die aktuelle Belastung, die psychische Stabilität, die Konzentrationsfähigkeit und die weiteren Therapieziele eine Rolle.
Chancen und Vorteile des Autogenen Trainings
Autogenes Training kann Menschen dabei unterstützen, eigene Entspannungstechniken zu erlernen und den Körper bewusster in einen ruhigen Zustand zu führen. Das kann sich beruhigend auf das psychische Erleben und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.
Mögliche Chancen sind:
mehr Bewusstsein für körperliche Anspannung und Entspannung
ein besserer Zugang zu Ruhe in belastenden Situationen
Stärkung der Selbstwirksamkeit
selbstständige Anwendung auch nach der Therapie
ergänzende Unterstützung im Rahmen anderer therapeutischer Maßnahmen
alltagstaugliche Übungen ohne großen äußeren Aufwand
Dabei gilt: Autogenes Training ist kein Heilversprechen. Ob und in welchem Umfang das Verfahren hilfreich ist, hängt immer von der individuellen Situation, den Beschwerden und dem gesamten Behandlungsverlauf ab.

Anwendungsbereiche für autogenes Training
Autogenes Training kann insbesondere für Menschen geeignet sein, die stark unter Stress, innerer Unruhe oder Anspannung leiden. Auch bei Nervosität, Schlafstörungen und psychosomatischen Beschwerden kann das Verfahren als begleitende Maßnahme in Betracht kommen.
Mögliche Anwendungsbereiche sind:
- hohes Stress-Empfinden
innere Unruhe
Angespanntheit
Nervosität
Schlafstörungen
psychosomatische Beschwerden
Kopfschmerzen
stressbedingte körperliche oder seelische Belastung
Unsere Standorte
Autogenes Training in den Libermenta Privatkliniken
Libermenta bietet autogenes Training an zwei Privatkliniken und einer Partnerklinik an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen, Schloss Freudental in Baden-Württemberg und der Partnerklinik Schloss Lütgenhof bei Lübeck nahe der Ostsee. Die Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht bei Köln

Unsere Privatklinik Schloss Freudental bei Stuttgart
