Eine Frau greift nach Schmetterlingen.

Katathymes Bilderleben

Einfach "traumhaft" ...

Träume erzählen Geschichten und sie malen einem Bilder, die je nach Bedeutung mehr oder weniger präsent sein können – meist bleibt einem der Kontext jedoch unklar! Traum-Bildwelten entspringen aus dem Unterbewusstsein heraus und haben verborgene Bedeutungen. Als angeleiteter „Tagträumer” kann man solche Bildbotschaften bewusst wahrnehmen und somit einen „wachen” Einblick in das Unterbewusste erfahren.  

Was ist Katathymes Bilderleben?

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

Das Katathyme Bilderleben – auch Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) – ist ein Therapieverfahren, das auf der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie beruht und auf Hanscarl Leuner zurückgeht. Dem Ansatz liegt zugrunde, dass alltägliche Vorstellungen, unbewusste Konflikte und Emotionen im Inneren eines Menschen widerspiegeln. In der Therapie werden daher als Methode Tagträume beim Patienten angeleitet, die unbewusste Bilder hervorbringen sollen. Ein Gespräch mit dem Therapeuten während der Katathym Imaginative Psychotherapie dient dazu, das Gesehene zu verarbeiten und zu entschlüsseln, damit innere Einstellungen verändert werden können. Unsere Behandlung hilft Ihnen dabei, zurück zu einem glücklichen Leben zu finden.


Wir sind für Sie da

Wir setzen auf ein Behandlungsumfeld, das Bindung und Lebensfreude möglich macht. Gerne beraten wir Sie zu unserem Angebot. 

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Dauer und Durchführung des Katathymen Bilderlebens

Das Katathyme Bilderleben kann in der Praxis für ambulante Psychotherapie sowie in der stationären Psychotherapie eingesetzt werden. Als Methode findet dieses Verfahren sowohl in Einzelsitzungen als auch im Rahmen einer Familien-, Paar- oder Gruppentherapie seine Berechtigung. In der Sitzung leitet der Therapeut den Patienten dazu an, bewusst Tagträume hervorzurufen, die immer unter einem festgelegten Thema oder Fokus stehen. Die Durchführung der Katathym-Imaginativen Psychotherapie folgt dabei einem stufenweisen Aufbau, der aus Grund-, Mittel- sowie Oberstufe besteht. Auf jeder Stufe gibt es eigene Motive mit Bedeutungen, durch die der Therapeut durchleitet und begleitet.


GRUNDSTUFE ALS EINSTIEG IN DIE AKTUELLE LEBENSSITUATION

Auf der Grundstufe geht es um aktuelle Themen im Leben des Patienten. Die Standardmotive sind hier beispielsweise ein Berg, der für Ausblick und Weitsicht steht oder eine Wiese, die Leben und Fruchtbarkeit symbolisiert. Der Therapeut kann dabei folgende Fragen stellen:

  • Was nehmen Sie um sich herum wahr?
  • Welche Geräusche hören Sie?
  • Was sehen Sie und wie sehen die Gegenstände um Sie herum aus?
  • Welche Gefühle entstehen in Ihnen jetzt in diesem Moment?
  • Zu welchen Handlungen regt die Situation Sie an? 

Mittel- und Oberstufe zum Erleben von Neuem und Auseinandersetzung mit Altem

Die Mittelstufe thematisiert weitere Motive, mit denen vor allem neue Körper- und Handlungsspielräume entdeckt werden. Der Patient soll sich hier beispielsweise seinen Partner bildlich vor Augen führen, damit – teils unterbewusste – Beziehungsaspekte deutlich werden können. Auf der Oberstufe geht es um tiefergehende Symbole, die bis in die Kindheit zurückgehen können. Dazu zählen auch unbewusste Konflikte, verdrängte Erinnerungen oder traumatische Erfahrungen. Ein Standardmotiv, das diese Themen symbolisiert, ist auf der Oberstufe das Bild einer Höhle. Dieses imaginative Bild ermöglicht es in der therapeutischen Sitzung Zugang auf verdrängte Konflikte oder gar unerfüllte Wunschwelten zu bekommen.

Gespräch zur Deutung und Verarbeitung der Bilder notwendig

Die Bilder, die während des Bilderlebens entstehen, werden im anschließenden Gespräch mit dem Therapeuten gedeutet und aufgedeckt. Dabei werden vor allem belastende Erfahrungen verarbeitet. Teilweise gelingt es auch dem Patienten allein, die Symbolik seiner erlebten Bilder zu entschlüsseln. Damit die Therapie wirksam sein kann und eine innere Einstellungsänderung hervorgerufen wird, ist das geschulte therapeutische Gespräch erforderlich. In der Auseinandersetzung mit unbewussten Themen können beim Patienten spontane Einsichten entstehen, die ihm wiederum neue Verhaltensmöglichkeiten und Handlungsspielräume aufzeigen.

„Träumen können einen Blick ins Unterbewusste freigeben.“

Priv.-Doz. Dr. Karsten Wolf

Medizinischer Vorstand
Libermenta Kliniken

Chancen und Vorteile des Katathymen Bilderlebens

Das Katathyme Bilderleben ist eine kreative Möglichkeit, Zugang zum Unbewussten zu erlangen, um somit belastende Erfahrungen, Gefühle oder Erinnerungen zu verarbeiten. Die Anleitung zum Tagträumen fördert die kreativen Vorstellungen des Patienten und damit auch seine Leistungsfähigkeit. In der Auseinandersetzung mit bislang verdrängten Impulsen kann der Patient zudem eine Ich-Stärkung erfahren. Das Nachgespräch hilft, neue Ressourcen zu wecken und eröffnet dabei beispielsweise auch neue Handlungs- oder Verhaltensmöglichkeiten.


Geeignet zur Behandlung von Trauma, aber auch zur Prävention von Stress

Das Katathyme Bilderleben nach Hanscarl Leuner eignet sich vor allem zur therapeutischen Behandlung neurotischer Störungen sowie anderer psychogener Erkrankungen wie Posttraumatischen Belastungsstörungen. So kommt dieses tiefenpsychologisch orientierte Verfahren häufig auch in der Praxis der Traumatherapie zum Einsatz. Der Patient wird hier mittels imaginativer Psychoterapie zum Beispiel dazu angeleitet, sich das Bild des inneren Kindes vorzustellen, das an einem wohlbehüteten, unbelasteten Ort verweilt. Diese Form der Psychotherapie wird auch bei der Prävention von Stress eingesetzt. Des Weiteren ist der Einsatz der Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ebenfalls bei der Bewältigung von akuten Krisen ein geeignetes Verfahren.


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