Ein Patient spielt Poker und setzt eine große Menge Chips.

Spielsucht

Mit Glück spielt man nicht

Glücksspiel findet schon längst nicht mehr nur auf Rennbahnen, in Casinos oder an Spielautomaten statt! Die Digitalisierung lässt es rund um die Uhr zu, auf Knopfdruck und einfach überall sein Glück im Spiel zu versuchen. Süchtige sind also permanent mit den Möglichkeiten konfrontiert. Diese allgegenwärtige Verlockungen haben nicht nur finanzielle und gesellschaftliche Folgen, sondern auch psychische!

Behandlung 
von Spielsucht

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Menschen, die unter einer Spielsucht leiden, sind von dem zwanghaften Drang getrieben, Glücksspiele zu spielen. Übliche Folgen des problematischen Spielverhaltens sind finanzielle Schwierigkeiten, der Verlust von Wohnraum und Familienkontakten sowie ein erhöhtes Risiko für die Entstehung psychosomatischer Krankheiten.


Haben Sie den Eindruck, dass Sie vielleicht die Kontrolle über Ihr Spielverhalten verloren haben und sich gute Freunde von Ihnen abwenden? Fällt es Ihnen schwer, mit dem Spielen aufzuhören, obwohl Ihnen finanzielle Probleme drohen? Das Team der Libermenta Kliniken ist spezialisiert, Spieler aus der Sucht zu begleiten. In unserer Psychiatrie können Sie mit professioneller Hilfe einen neuen Umgang mit dem Thema Spielsucht erlernen und den Weg zurück zu Familie und Freunden finden.

Der Mensch im Fokus

Setzen Sie Ihren Seelenzustand und die Menschen um sich herum bereits aufs Spiel? Haben Sie schon finanzielle Nöte oder haben bereits Zerwürfnisse mit der Familie oder dem Partner? Spielsucht macht einsam, sie kann vollkommen „anonym” gelebt werden, sie ruiniert Existenzen und das Seelenheil und vor allem zerstört sie häufig große Teile des sozialen „Auffang-Netzwerkes”. Wir verstehen, wie leidvoll es für Sie ist, ständig davon getrieben zu werden, endlich das „große Los” zu ziehen oder den „Jackpot zu knacken”. Wir wissen auch, dass Sie nicht einfach von einem Tag auf den anderen aufhören können und genau deshalb wissen wir sehr genau, wie wir Sie darin unterstützen können, den richtigen Weg raus aus dieser schlimmen Sucht einzuschlagen. 

Wir sind für Sie da

 Wir helfen Ihnen, sich mit neuen Strategien von den Folgen der Glücksspielsucht zu lösen und zu neuer Lebensfreude zu finden.

+49 2235 4665 2500

Mögliche Therapieverfahren bei Spielsucht

In der Psychiatrie der Libermenta Kliniken erhalten Personen mit Spielsüchten einen individuellen Therapieplan, der ein breites Spektrum an Psychotherapieverfahren beinhaltet. Hier können Betroffene die Umstrukturierung von Kognitionen erlernen, neue Verhaltensweisen und Bewältigungsstrategien erproben sowie verankern. Unterstützt wird dies unter anderem mit der Sport-, Bewegungs- und Naturtherapie. Die heilsame Wirkung der Natur begünstigt das bewusste Erleben von sich und seiner Umgebung im Hier und Jetzt. Zudem kann über die Therapie mit Bewegung der aufrichtige Kontakt zum Selbst gefördert werden. Besonders gerne nehmen Spielsüchtige die diversen Angebote unserer Entspannungsverfahren an, um zu innerer Gelassenheit zu finden.

Was ist Spielsucht?

Unter pathologischem Spielen wird die Sucht nach dem exzessiven Spielen von Glücksspielen verstanden. Problematisches Spielen kann sich zügig in einer psychischen Störung manifestieren. Häufig sind Spielsüchtige an Glücksspiel-Automaten, in Casinos, Wettbüros oder in Portalen für Online-Glücksspiele anzutreffen. Süchtige Spieler investieren viel Zeit in Ihr „Hobby“ und erkennen die folgenschweren Risiken der Spielsucht nur selten ohne Rückmeldungen von Personen aus dem nahen Umfeld.

Folgen für pathologische Spieler – sie verlieren nicht nur Geld

Durch die aufregende und fesselnde Jagd nach dem großen Gewinn riskieren Spielsüchtige vieles in Ihrem Leben zu verlieren und geraten ohne Behandlung in verheerende Probleme. Viele Betroffene verschulden sich oft so hoch, dass sie Zigtausende Euro an Spielschulden nicht mehr zurückzahlen können. Manche der Spielsüchtigen begehen aus der Verzweiflung heraus Straftaten (z. B. Betrugsdelikte oder Diebstähle). So riskieren, von Armut bedrohte oder betroffene Glücksspieler, mit ihren alternativen Geldbeschaffungsmaßnahmen eine Anzeige oder sogar Haftstrafe. Nicht nur finanzielle Folgen, sondern auch Probleme im sozialen Umfeld gehen mit der psychischen Erkrankung des pathologischen Spielers Hand in Hand, da sich viele Personen im beruflichen sowie privaten Kontext zügig von Betroffenen einer Abhängigkeitserkrankung abwenden. 


Oft erkennen Glücksspieler erst dann die Gesamtheit Ihrer Probleme, wenn der Verlust von Wohnung, Lebenspartner und Arbeit droht oder bereits eingetreten ist. Dies führt üblicherweise zu diversen Symptomen seelischen Belastungserscheinungen und erhöht zudem das Risiko für die Entstehung weiterer seelischer Erkrankungen. Die hierdurch aufkommenden Gefühle von Unzufriedenheit, Frustration und Einsamkeit werden häufig durch weiteres Glücksspiele spielen unterdrückt oder gar betäubt. Für einige Spieler kann dies der Wegbereiter in andere Süchte (z. B. illegale Drogen) oder weitere psychische Störungen (z. B. Depression oder Ängste) sein.

 Geborgenheit ist keine „Glückssache”

Es ist sinnbildlich überaus „reizvoll”, das Leben zu erleben. Vieles, was „Spaß macht”, ist im Überfluss vorhanden und meist sogar auf Knopfdruck erhältlich. Konsumverhalten und „Konsequenzen-Denken” stehen dabei aber leider – gerade bei Süchtigen – oftmals sehr konträr zueinander. Rational weiß man zwar, was gut für einen ist, aber Zigaretten gibt es nun mal im Automaten, Alkohol an der Tankstelle und „Glück im Spiel und der Liebe” mittlerweile per App! Es ist schwer, den Reizen und Verlockungen zu widerstehen. Unsere Kliniken sind perfekte „Auszeit-Orte”, an denen wir negative Beeinflussungen außerhalb der Schlossmauern halten, bis unsere Gäste wieder so gestärkt und gefestigt sind, zurück in ihren „einflussreichen” Alltag zurückzukehren.

Wie entsteht Spielsucht?

Eine Vielzahl von Menschen sehen Glücksspiele als gelegentliche Freizeitbeschäftigung. Im Vergleich zu „Hobby-Spielern“ können Spielsucht-Betroffene nicht mehr mit dem Spielen in Spielhallen oder dem Internet aufhören und wollen – beziehungsweise müssen – ihr verlorenes Geld wieder durch Gewinne zurückerlangen. So entwickelt sich aus einem anfänglich unproblematischen Interesse für gelegentliche Glücksspiele eine Leidenschaft. Folglich entsteht aus dieser Leidenschaft heraus der Suchtdruck nach dem Adrenalin der Gewinn-Jagd sowie dem unerfüllten Wunsch, sich glücklich und erfolgreich fühlen zu wollen.

Entstehungsverlauf des pathologischen Glücksspiels

Was Spieler im Lauf der Zeit vergessen, ist die Glücksspiel-Maxime: Verlieren ist die Regel und Gewinnen ist die Ausnahme. Wer dieses Prinzip nicht länger beachtet, neigt dazu, alles für den Gewinnspiel-Rausch einzusetzen; und somit wortwörtlich alles im Leben aufs Spiel zu setzen. Viele Betroffene rutschen auf diese Weise in den Kontrollverlust und folglich in die Glücksspielsucht ab. Das Glücksspiel ist inzwischen ein so bedeutsames Thema für den Süchtigen, dass alleinig das Spielen Bewusstseinsveränderungen herbeiführen kann, die einem Drogenrausch ähneln. Um sich dem Rausch und somit der Sucht zunehmend widmen zu können, werden Freunde, Familie und paradoxerweise meist auch die Arbeit vernachlässigt. In diesem Zuge wird stets weniger Zeit und Geld in die Lebenshaltung (z. B. Lebensmittelversorgung und Hygiene) investiert.


Geht dem Glücksspielsüchtigen das Geld aus, fällt er in eine Krise. Er fühlt sich niedergeschlagen, gereizt, nervös oder neigt zu Suizidgedanken. Um diese Gefühle zu regulieren und neue finanzielle Mittel für das Glücksspiel zu ermöglichen, schrecken pathologische Glücksspieler nicht davor zurück, Schulden – auch auf Kosten anderer – anzuhäufen und das soziale Umfeld zu belügen oder gar kostbare Wert- und Familiengegenstände zu verkaufen. Spätestens jetzt ist zur Suche nach professioneller Hilfe und eine Therapie mit gesundheitlicher Aufklärung geboten.


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