Klinische Hypnose­therapie

Machen Sie die Augen zu!

Vielleicht ist es Ihnen gar nicht bewusst, welche Gefühle, Erinnerungen oder Ressourcen in Ihnen schlummern und Sie unbewusst beeinflussen: Wie kleine Pakete sind sie fest verpackt und tief verborgen. Manche Pakete müssen aber behutsam geöffnet werden, um deren Inhalte zu entdecken. Ein Türöffner dafür ist etwa die Hypnose oder die hypnosystemische Therapie, die einen Zugang ins „eigene Ich” ermöglicht. 

Was ist die klinische
Hypnosetherapie und
hypnosystemische Therapie?

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

Die klinische Hypnose – auch Hypnosetherapie, medizinische Hypnose oder Hypnotherapie – ist eine Methode der psychologischen Psychotherapie. Mit ihr wird über tranceartige Zustände ein Zugang zum Unbewussten des Menschen erlangt. Der Therapieform der Hypnose nach Milton H. Erickson liegt zugrunde, dass im Unbewussten nicht nur das Verdrängte, sondern auch kreative Ressourcen verborgen sind. Befindet sich der Patient in Trance, kann der Therapeut zu den Gefühlen und Bedürfnissen seines Patienten vordringen und verloren gegangene Fähigkeiten wieder ins Bewusstsein rufen. Diese kann der Patient nutzen, um neue Wege zu eröffnen, Probleme oder Spannungen zu lösen und seine eigenen Ziele zu erreichen. Ähnliche Wege geht auch die davon abgeleitete hypnosystemische Therapie. Mit unserer Behandlung helfen wir Ihnen in ein glückliches Leben zurück.


Wir sind für Sie da

Mit unseren individuellen Konzepten möchten wir Ihnen wieder zu mehr Zufriedenheit verhelfen. Gerne beraten wir Sie persönlich. 

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Dauer und Durchführung der klinischen Hypnose

Die Dauer der Behandlung mit klinischer Hypnose oder hypnosystemischer Therapie ist individuell und richtet sich nach der Erkrankung des Patienten, seinen Fähigkeiten zur Entspannung und Versenkung sowie seiner Ausgangssituation. Auch das Ziel der Hypnose- und Psychotherapie sowie die Komplexität der Erkrankung oder des Problems sind Einflussfaktoren. Eine Depression zu behandeln nimmt beispielsweise viel mehr Zeit in Anspruch, als Prüfungsängste zu überwinden. Auch die Dauer einer Sitzung ist nicht generalisierbar und wird, um die größtmögliche Wirksamkeit des Verfahrens zu erzielen, individuell auf den Patienten zugeschnitten. So können einzelne Sitzungen zwischen 50 und 120 Minuten variieren und in ganz unterschiedlichem zeitlichem Rhythmus stattfinden.

Sitzungen, in denen mit Hypnose oder hypnosystemischer Therapie gearbeitet wird, können sowohl im Einzelsetting als auch in der Gruppe durchgeführt werden. Die Patienten liegen oder sitzen dabei. Meist wird die Hypnose in den psychotherapeutischen Kontext eingebettet, sodass sie kein eigenständiges Verfahren ist und nicht ohne Planung eingesetzt werden sollte. Wichtig sind daher ein entsprechendes Vor- sowie Nachgespräch. Die Grundlage für eine erfolgreiche Hypnosetherapie ist das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Patient und Hypnotherapeut, welches zu Beginn der Behandlung gebildet werden muss.

Verschiedene Methoden für die Herstellung einer Trance

Der Patient kann über verschiedene Methoden in hypnotische Trance versetzt werden. Meist geschieht dies über indirekte Suggestionen, bei denen der Therapeut beim Patienten innere Bilder anleitet, beispielsweise über Metaphern oder Wortspiele. Auch über akustische Mittel wie ruhige Tonfolgen oder Geräusche kann ein hypnotischer Zustand erreicht werden. Um den Patienten in Trance zu versetzen, spielen äußere Gegebenheiten wie die Akustik eine wichtige Rolle. Während der Sitzungen sollte es im Raum also sehr ruhig sein. Der Hypnotherapeut spricht ebenfalls ruhig und langsam, um Entspannung zu erzeugen. 

„Zur Ruhe kommen, sich versenken – neue Wege finden.“

Dr. Eva Kalbheim

stellv. Klinikdirektorin und Chefärztin
Libermenta Klinik Schloss Gracht

Chancen und Vorteile der klinischen Hypnose und der hypnosystemischen Therapie

Die Hypnose ist ein nachhaltiges Verfahren, um einen Zugang zum Unbewussten zu schaffen und die kreativen Ressourcen zu entfalten. Somit steigert die Therapie mit Hypnose oder hypnosystemischen Ansätzen auch die Selbstheilungskräfte, da der Patient durch den gezielten Einsatz seiner vorhandenen Fähigkeiten neue Wege gehen und Ziele erreichen kann. Er erlernt dabei neue Gefühle und Sichtweisen, die sein seelisches Wohlergehen fördern. Des Weiteren wirkt oftmals schon der Zustand tiefer Entspannung heilend auf den Patienten.
 

Kombination verschiedener Konzepte als Grundlage

Die therapeutische Hypnose baut auf den Grundlagen verhaltenstherapeutischer, tiefenpsychologischer, psychosomatischer und psychiatrischer Zusammenhänge auf. Dabei umfasst die Hypnotherapie nicht nur Methoden, um tranceartige Zustände herbeizuführen, sondern kann gleichzeitig auch ein Training sein, bei dem der Patient in der Praxis Übungen zur Tiefenentspannung erlernen kann.

Wirkung von Trance

Trance bezeichnet einen Zustand zwischen Schlaf- und Wachbewusstsein, bei dem sich der Mensch – unter therapeutischer Anleitung – gezielt auf eine Vorstellung fokussieren soll. Gleichzeitig werden bei dieser Anwendung andere Dinge – zum Beispiel alltägliche Reize oder Probleme – ausgeblendet. Die Aufmerksamkeit des Patienten ist während der gesamten Hypnose auf ein bestimmtes Thema gerichtet. Während der Anwendung mit Hypnose oder hypnosystemischer Therapie kommt der Körper zur Ruhe und der Patient erfährt tiefe Entspannung. Körper, Seele und Geist sind dabei in Einklang, wodurch bereits heilende Wirkungen nach einer relativ kurzen Behandlungsphase entstehen können.

Selbstheilung anleiten und verborgene Gefühle für sich nutzen

Hypnose und hypnosystemische Therapie werden in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Von der Hypnotherapie profitieren vor allem Menschen, denen bestimmte Gefühle und Gedanken fremd sind, da der Zugang zu diesen Gefühlen blockiert ist. Beispielsweise haben Erkrankte mit Depressionen überwiegend negative Gedanken und können in der Praxis nur schwer an etwas Positives denken. Menschen, die unter Burnout-Erkrankungen leiden, kennen das Gefühl nicht, sich selbst zu bremsen oder auch ohne Leistung etwas wert zu sein. Auch bei Erkrankungen wie Angst- und Zwangsstörungen eignet sich die klinische Hypnose. Über Hypnose können diese Patienten Zugang zu verborgenen Gefühlen und Gedanken erhalten, diese neu erleben und sie letztlich in ihr Leben integrieren. Die Hypnose ist damit auch immer eine Methode zur Selbstheilung psychosomatischer Erkrankungen, da der Patient angeleitet wird, mithilfe seines eigenen Unbewussten nach Heilung zu streben.


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