Klinische Hypnosetherapie
Klinische Hypnosetherapie kann einen Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen, Erinnerungen und Ressourcen eröffnen. In einem therapeutisch begleiteten Trancezustand richtet sich die Aufmerksamkeit nach innen. Dadurch können persönliche Themen behutsam wahrgenommen und neue Perspektiven entwickelt werden.


Therapieplatz sofort verfügbar! Wir behandeln in unseren Privatkliniken Privatpatienten, Beihilfeberechtigte, privat Zusatzversicherte und Selbstzahler ab einem Mindestalter von 18 Jahren stationär oder in der Tagesklinik.
Definition und Einordnung
Was ist Hypnosetherapie?
Klinische Hypnosetherapie – auch Hypnotherapie, medizinische Hypnose oder klinische Hypnose genannt – ist eine psychotherapeutische Methode, die mit tranceartigen Zuständen arbeitet. In der Trance wird die Aufmerksamkeit gezielt nach innen gelenkt. Äußere Reize treten stärker in den Hintergrund, während innere Bilder, Empfindungen oder Vorstellungen bewusster wahrgenommen werden können.
Der Ansatz nach Milton H. Erickson geht davon aus, dass im Unbewussten nicht nur belastende Erfahrungen, sondern auch hilfreiche Fähigkeiten und kreative Ressourcen liegen können. Ziel ist es, diese Ressourcen im therapeutischen Rahmen zugänglich zu machen und für den persönlichen Entwicklungsprozess zu nutzen.
Die hypnosystemische Therapie arbeitet mit ähnlichen Grundgedanken. Sie verbindet hypnotherapeutische Elemente mit einer systemischen Sichtweise auf persönliche Muster, Beziehungen und innere Zusammenhänge.
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder psychischen Belastungen sollte immer fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Ihre Ansprechpersonen
Wir sind für Sie da

Jacqueline Karolat
Patientenmanagement Klinik Schloss Gracht

Simone Haiges
Patientenmanagement Klinik Schloss Freudental
Dauer und Durchführung der Ernährungstherapie
Die Dauer einer klinischen Hypnosetherapie ist individuell. Sie richtet sich nach der persönlichen Ausgangssituation, der Art und Komplexität der Beschwerden, den therapeutischen Zielen sowie danach, wie gut sich eine Person auf Entspannung und innere Versenkung einlassen kann.
Auch die Dauer einzelner Sitzungen wird individuell geplant. Eine Sitzung kann etwa 50 bis 120 Minuten dauern und in unterschiedlichen zeitlichen Abständen stattfinden.
Klinische Hypnosetherapie kann im Einzelsetting oder in der Gruppe durchgeführt werden. Patientinnen und Patienten sitzen oder liegen während der Sitzung. Die Methode wird in der Regel in einen psychotherapeutischen Kontext eingebettet und nicht losgelöst davon eingesetzt. Ein Vor- und Nachgespräch ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung bildet die Grundlage der Arbeit. Sie schafft Sicherheit und hilft, innere Prozesse behutsam zu begleiten.


Trance herstellen: Methoden der klinischen Hypnose
Eine hypnotische Trance kann auf unterschiedliche Weise eingeleitet werden. Häufig arbeitet die Therapeutin oder der Therapeut mit indirekten Suggestionen, inneren Bildern, Metaphern oder sprachlichen Impulsen. Auch ruhige Tonfolgen oder andere akustische Reize können den Prozess unterstützen.
Wichtig ist eine ruhige, geschützte Umgebung. Eine angenehme Akustik, ein störungsarmer Raum und eine ruhige Sprechweise fördern die Konzentration nach innen und können Entspannung erleichtern.
Zur Ruhe kommen, sich versenken – neue Wege finden
Klinische Hypnosetherapie lädt dazu ein, den Blick nach innen zu richten. In einem Zustand konzentrierter Entspannung können innere Bilder, Gefühle oder Bedürfnisse bewusster werden. Das kann helfen, persönliche Themen aus einer neuen Perspektive zu betrachten und eigene Ressourcen stärker wahrzunehmen.
Dabei geht es nicht darum, Kontrolle abzugeben. Vielmehr wird die Aufmerksamkeit therapeutisch begleitet gelenkt. Die Patientin oder der Patient bleibt während der Hypnose in den Prozess eingebunden.


Chancen und Vorteile der klinischen Hypnosetherapie
Klinische Hypnosetherapie kann dabei unterstützen, innere Ressourcen besser wahrzunehmen und für den therapeutischen Prozess nutzbar zu machen. Viele Menschen erleben den Trancezustand als tief entspannend und konzentriert.
Mögliche Chancen sind:
ein besserer Zugang zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen
die Aktivierung vorhandener Ressourcen
neue Sichtweisen auf belastende Themen
eine vertiefte Entspannungsfähigkeit
mehr innere Aufmerksamkeit für persönliche Muster
ergänzende Unterstützung innerhalb eines psychotherapeutischen Gesamtkonzepts
Welche Veränderungen möglich sind, hängt immer von der individuellen Situation, den Beschwerden und dem gesamten Behandlungsverlauf ab. Klinische Hypnosetherapie ist kein Heilversprechen.
Kombination verschiedener therapeutischer Konzepte
Klinische Hypnosetherapie steht nicht isoliert neben anderen Verfahren. Sie kann auf verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen, psychosomatischen und psychiatrischen Zusammenhängen aufbauen und in ein umfassendes Behandlungskonzept eingebunden werden.
Neben der Arbeit mit Trance kann die Methode auch Elemente eines Entspannungstrainings enthalten. Patientinnen und Patienten können dabei lernen, Zustände tiefer Entspannung bewusster wahrzunehmen und diese Erfahrung therapeutisch einzuordnen.


Innere Ressourcen erkennen und nutzen
Klinische Hypnosetherapie kann besonders dann hilfreich sein, wenn der Zugang zu bestimmten Gefühlen, Gedanken oder inneren Fähigkeiten erschwert ist. In der therapeutischen Arbeit können solche inneren Anteile behutsam wahrgenommen, eingeordnet und in den weiteren Behandlungsprozess integriert werden.
Bei Depressionen kann es zum Beispiel schwerfallen, positive innere Bilder oder hilfreiche Gedanken zuzulassen. Bei Burnout-Erkrankungen kann der Zugang zu eigenen Grenzen, Ruhe und Selbstwert belastet sein. Auch bei Ängsten oder Zwängen kann die hypnotherapeutische Arbeit helfen, innere Muster genauer wahrzunehmen und neue Umgangsweisen zu entwickeln.
Anwendungsbereiche für klinische Hypnosetherapie
Vor Beginn der Behandlung wird individuell geprüft, ob klinische Hypnosetherapie zur persönlichen Situation passt und wie sie in den Behandlungsplan eingebunden werden kann.
In unseren psychosomatischen Privatkliniken kann klinische Hypnosetherapie unter anderem begleitend eingesetzt werden bei:
Depressionen
Burnout
Angststörungen
Zwangsstörungen
psychosomatischen Beschwerden
belastenden inneren Spannungszuständen
erschwertem Zugang zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen
Themen, bei denen innere Ressourcen stärker aktiviert werden sollen
Unsere Standorte
Klinische Hypnosetherapie in den Libermenta Privatkliniken
Libermenta bietet Klinische Hypnosetherapie an zwei Privatkliniken an: Schloss Gracht in Nordrhein-Westfalen und Schloss Freudental in Baden-Württemberg. Beide Standorte bieten einen ruhigen, diskreten Rahmen für intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Unsere Privatklinik Schloss Gracht
