Abstinenz

Der Begriff der Abstinenz bedeutet Enthaltsamkeit und Enthaltung und erfordert im medizinischen Sinne Ihr Gegenteil, nämlich den Überkonsum. Beiden Phänomenen, sowohl der Abstinenz als auch dem Überkonsum, liegen die psychologischen Faktoren von Zwang und/oder Sucht zugrunde. Die psychologischen Faktoren Zwang und/oder Sucht führen zu einer Unkontrolliertheit des Überkonsums, woraus sich ein individuelles Leiden ergibt, das wiederum eine Wertung als Erkrankung ermöglicht. Sämtliche suchtbedingten Verhaltensstörungen, von der Alkoholsucht über Drogen- und Medikamentensucht bis hin zu Computer-Sucht oder Sexsucht erfordern zur Heilung dieser Erkrankungen Abstinenz-Maßnahmen. Auch sämtliche Zwangserkrankungen, von Zählzwang über Waschzwang bis hin zu Kontrollzwang etc. benötigen zu Ihrer Behandlung eine Maßnahme im Sinne von Abstinenz. Das Einhalten der Abstinenz, also das Widerstehen des Überkonsums, erfordert in den meisten Fällen therapeutische Hilfe. In vielen Fällen reicht eine ambulante Psychotherapie aus. In schweren Fällen können eine stationäre Behandlung und eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten nötig sein.